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Gut ist, so auch kein Wissen. Wenn aber einiges Vermögen we-niger ein Gut ist, als ein Wissen es ist, einiges Vermögen aberein Gut ist, so ist auch ein Wissen ein Gut. Wenn aber keinVermögen ein Gut ist, so ist es nicht nothwendig, daß auch keinWissen ein Gut sei. Es ist also klar, daß man vom Wenigeraus nur behaupten kann.
Man kann übrigens bei der Widerlegung nicht bloß von derandern Gattung ausgchen, sondern auch von der nemlichen Gat-tung das wählen, was am meisten ein solches ist; z. B. wennbehauptet ist, einiges Wissen sei ein Gut, und bewiesen ist, daßErkenntniß kein Gut ist, so wird auch kein anderes Wissen einGut sein, da sa nicht einmal das Wissen ein Gut ist, welchesam meisten eines zu sein scheint. Ferner in hypothetischer Weise,indem man ein Ebenso behauptet: wenn etwas Einem zukommtoder nicht zukommt, so kommt es Allem zu oder nicht zu, z. B.wenn die Seele des Menschen unsterblich ist, so sind es auch dieandern Seelen, und wenn jene es nicht ist, so auch die andernnicht. Wenn nun angenommen ist, daß etwas einigem zukomme,so ist zu beweisen, daß es einigem nicht zukommt; denn auf Grundder Voraussetzung wird sich damit von selber ergeben, daß cs keinemzukommt. Wenn aber angenommen ist, daß es einigem nicht zu-komme, so ist zu beweisen, daß es einigem zukommt; denn auchso wird sich damit von selbst ergeben, daß es allem zukommt. Esist aber klar, daß der, welcher von einer solcben Voraussetzungausgeht, das partikulär gesetzte Problem allgemein macht; er ver-langt nemlich, daß der, welcher partikulär zugibt, allgemein zu-gebe, da er ja verlangt, daß etwas, wenn es Einem zukommt,auch ebenso allem zukomme.
Wenn nun das Problem unbestimmt ") ist, so ist die Wider-legung nur auf Eine Weise möglich, z. B. wenn behauptet ist,die Lun sei ein Gut oder sei kein Gut, ohne irgend eine weitereBestimmung. Ist nemlich die Behauptung aufgestellt, einige Lustsei ein Gut, so ist allgemein zu beweisen, daß keine Luft ein Gutist, wenn die aufgestellte Behauptung widerlegt werden soll.
>) D. h. partikulär.