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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Gebiet des Schönen gehörige Dinge sich erwirbt. In der Regelist wohl das Nothwendige vorzüglicher, besser aber ist das aufUcberfluß Beruhende.

Ferner: was man nicht von einem Andern her gewinnenkann, ist besser als das, was man auch von einem Andern herbekommen kann, wie z. B. zum ersteren die Gerechtigkeit gehörtgegenüber der Tapferkeit. Ferner: wenn dieses ohne jenes wün-schenswerth ist, jenes aber nicht ohne dieses, wie z. B. Machtohne Einsicht nicht wünschenswerth ist, wohl aber Einsicht ohneMacht. Ferner: wenn wir von zwei Dingen das eine leugnen,damit wir das andere zu besitzen scheinen, so ist dieses letztere,welches wir möchten zu besitzen scheinen, vorzüglicher, wie wirz. B. leugnen, daß wir arbeitsam seien, damit es scheint, alshaben wir viel Talent.

Ferner ist dasjenige vorzüglicher, welches von der Art ist,daß Schmerz über den Nichtbesitz desselben weniger zu tadeln ist.Ebenso ist das wünschenswerther, welches von der Art ist, daßGleichgiltigkeit bei dem Nichtbesitz mehr zu tadeln ist.

Drittes Kapitel.

Fortsetzung.

Ferner von zwei Dingen, welche zu ebenderselben Art ge-hören, ist dasjenige besser, welches die specisischen Vorzüge hat,als dasjenige, welches sie nicht hat. Und wenn beide sie haben,ist das besser, welches sie in höherem Grade hat.

Ferner, wenn das Eine etwas Anderes, mit welchem esverbunden ist, gut inacht, während ein Anderes dieß nicht thut,so ist Jenes, welches gut macht, vorzüglicher, wie ja auch dasErwärmende wärmer ist, als das nicht Erwärmende. Wenn aberbeide eine solche Wirkung haben, so ist das besser, welches diestärkere Wirkung hat, oder dasjenige, welches diese Wirkung aufdas Bessere und Vornehmere ausübt, wie z. B. wenn das Einedie Seele besser macht, das Andere den Körper.

Ferner von den abgeleiteten Formen, den Gebrauchsweisen,