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Alle es haben, das andere nicht mehr bedürfen, ist besser als wasvon der Art ist, daß wir, auch wenn Alle es haben, doch dasandere noch bedürfen, wie es z. B. bei Gerechtigkeit und Tapfer-keit ist; wenn nemlich Alle gerecht sind, so hat die Tapfer-keit keinen Werth mehr, sind aber Alle auch tapfer, so ist dochdie Gerechtigkeit von Nutzen.
Ferner muß man Acht haben auf das Vergehen, Verlieren,Werden, Gewinnen und das Entgegengesetzte; dasjenige nemlich istvorzüglicher, dessen Vergehen mehr zu vermeiden ist. Ebenso istes auch beim Verlieren und dem Entgegengesetzten; mag nemlichdas Verlieren einer Sache oder das der Sache Entgegengesetztemehr zu fliehen sein, in beiden Fällen ist die Sache selber vor-züglicher. Umgekehrt verhält es sich mit dem Werden und demGewinnen; dasjenige nemlich, dessen Gewinn und Werden vor-züglicher ist, ist selber auch vorzüglicher.
Ein weiterer Gesichtspunkt ist der: das, was dem Gutennäher ist, ist besser und vorzüglicher. So auch das, was demGuten ähnlicher ist, wie z. B. die Gerechtigkeit besser ist als derGerechte. Ferner das, was demjenigen ähnlicher ist, welches bes-ser ist als es, wie Manche sagen, Ajas sei besser als Odysseus,weil er dem Achilleus ähnlicher ist. Eingewendet wird hiegegen,es sei nicht wahr, denn es ist ganz Wohl möglich, daß Ajas ähn-licher ist in einer Beziehung, in welcher Achilleus nicht der besteist, während der andere zwar gut ist, aber nicht ähnlich. Manmuß ferner darauf Acht haben, ob die Aehnlichkeit nach dem mehrLächerlichen hin liegt in der Weise, wie der Affe dem Menschenähnlich ist, während das Pferd es hierin nicht ist; der Affe istnemlich nicht schöner als das Pferd, wenn er auch dem Menschenähnlicher ist. Ferner wenn von zwei Dingen das eine dem Bes-seren, das andere dem Schlechteren ähnlicher ist, so ist dasjenigedas bessere, welches den: Besseren ähnlicher ist. Auch hiegegenläßt sich etwas einwenden; es ist nemlich recht Wohl möglich, daßdas Eine dem Besseren ziemlich ähnlich ist, das Andere aber demSchlechteren sehr ähnlich, wie z. B. wenn Ajas dem Achilleusziemlich ähnlich ist, Odysseus aber dem Nestor sehr ähnlich. Fer-ner kann es sein, daß das Eine dein Besseren nach seinen schlech-