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ist doch schlechthin, z. B. man kann nicht sagen, daß Einer mehroder weniger Mensch sei, deßwegen ist er aber doch ein Mensch.
Auf dieselbe Weise hat man zn verfahren bei dem, was ineiner gewissen Beziehung, was irgendwann und irgendwo ist; istnemlich etwas in einer gewissen Beziehung möglick, so ist es auchschlechthin möglich. Ebenso ist es auch beim Wann und Wo;was nemlich schlechthin unmöglich ist, ist auch nicht in einer ge-wissen Beziehung oder irgendwo oder irgendwann möglich. Ein-gewendet wird hiegegen, daß die Menschen Wohl in einer gewissenBeziehung von Natur gut sind, z. B. freigebig oder mäßig, schlecht-hin sind sie aber nicht gut von Natur. Ebenso ist es auch mög-lich, daß irgendwann etwas Vergängliches nicht vergeht, daß esaber schlechthin nicht vergeht, ist nicht möglich. Auf dieselbe Weiseist es irgendwo nützlich, die und die Diät zu gebrauchen, z. B.in einer ungesunden Gegend, schlechthin ist es aber nicht nützlich.Ferner irgendwo kann Einer allein sein, schlechthin aber nicht.Ebenso ist es irgendwo recht, seinen Vater zu schlachten, z. B.bei den Triballern, schlechthin aber ist es nicht recht. Eigentlichist hier aber nicht ein Wo gemeint, sondern „für gewisse"; esmacht nemlich keinen Unterschied, wo diese sind; denn überall istes für die Triballer recht, den Vater zu schlachten. Ferner istes irgendwann nützlich, Arzenei zu nehmen, z. B. wenn man krankist, schlechthin aber nicht. Eigentlich ist aber auch hier kein Wannangegeben, sondern eine Bestimmung für den, der in einem ge-wissen Zustand ist; denn auf das Wann kommt hier nichts an,sondern lediglich auf den Zustand, in welchem man sich befindet.Schlechthin aber ist das, von welchem man, ohne daß etwas bei-gefügt wird, sagen kann, daß es gut ist oder schlecht. Z. B. kannman nicht sagen, es sei recht, den Vater zu schlachten, es ist nurfür gewisse Menschen recht; also ist es nicht schlechthin recht. Da-gegen kann man sagen, es sei gut, die Götter zu ehren, ohneweiteren Beisatz, dieß ist nemlich schlechthin gut. Also was, ohnedaß etwas beigefügt wird, gut oder schlecht u. dgl. zu sein scheint,das ist schlechthin so.