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diesem Fall ist die Behauptung, es komme Allem zu, während esdoch nicht Allem zukommt. Ebenso ist es auch, wenn das demGewöhnlichen Entgegengesetzte als nothwendig gesetzt wird; dasdem Gewöhnlichen Entgegengesetzte ist ncmlich immer das wenigerVorkommende, z. B. wenn die Menschen gewöhnlich schlecht sind,so kommt es weniger vor, daß sie gut sind, also ist der gemachteFehler noch größer, wenn behauptet ist, die Menschen seien noth-wendig gut. Ebenso ferner wenn behauptet wird, das Zufälligesei nothwendig oder gewöhnlich; das Zufällige ist nemlich wedernothwendig noch gewöhnlich. Es ist auch möglich, wenn die Be-hauptung nicht bestimmt aussagt, ob etwas als nothwendig oderals zufällig gesetzt sein soll, das Gewöhnliche aber in dem Fallzutrifft, so zu disputiren, daß man voraussetzt, die Behauptunginvolvire die Nothwendigkeit; z. B. wenn die Behauptung ist,die enterbten Söhne seien schlecht, ohne daß eine nähere Bestim-mung beigefügt ist, so kann man beim Disputiren annehmen, dieNothwendigkeit sei ausdrücklich gesetzt.
Ferner kann es Vorkommen, daß etwas sich selber als Prä-dikat beigclegt wird, als wäre es ein Anderes, weil eben derName ein anderer ist. So theilte Prodikos die Lust ein in Freude,Genuß und Frohsinn. Das alles sind Namen für Eine unddieselbe Sache, nemlich für die Lust. Wenn nun behauptet wird,die Freude komme dem Frohsinn zu, so hieße das eben behaupten,eine Sache komme sich selbst zu.
Siebentes Kapitel.
Vom Gebrauch entgegengesetzter Sätze.
Da das Entgegengesetzte mit einander auf sechs Arten ver-bunden werden kann, eine eigentliche Entgegensetzung aber aufviererlei Art hervorgebracht wird, so muß man das Entgegen-gesetzte so wählen, wie es von Nutzen ist für die Widerlegungund für die Behauptung. Daß die Verbindung eine sechsfache ist,ist klar: entweder nemlich wird jedesmal das entgegengesetzte Prä-dikat niit dem entgegengesetzten Subjekt verbunden, und zwar dieß