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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Problemen. In welche dieser Classen die einzelnen Sähe gehören,läßt sich nicht leicht auf dem Weg der Definition angeben, wohlaber muß man durch Uebung in der Induktion versuchen, jedemSa? seine Stelle anzuweisen, nach Anleitung der eben ange-führten Beispiele.

Auf philosophischem Gebiet muß man über solche Gegen-stände der Wahrheit gemäß handeln, auf dialektischem Boden abernach der gewöhnlichen Vorstellung. Man muß aber so sehr alsmöglich alle Sähe allgemein fassen und von dem Einen Satzviele ableiten, z. B.: es gibt Eine Wissenschaft für das Gegen-überstehende, daran schließt sich an: für das Entgegengesetzte undfür das Relative. Ebenso muß man dann diese Sätze wiedertheilen, solang eine Theilung möglich ist, z. B.: für das Guteund Böse, für das Weise und Schwarze, für das Warme undKalte, u. s. f.

Soviel über den Satz.

Fünfzehntes Kapitel.

Bon der verschiedenen Bedeutung der Wörter.

Wir müssen nun angeben, wie es mit den verschiedenen Be-deutungen der Wörter sich verhält und dabei nicht nur davonreden, daß manches in verschiedenem Sinn zu verstehen ist, son-dern auch versuchen, die allemal zu Grund liegenden Begriffenachzuweisen; z. B. nicht bloß sagen, daß Gerechtigkeit und Tapfer-keit in einem Sinn gut sind, in einem andern aber das Kräftigeund Gesunde, sondern auch daß jene erfleren gut sind, sofern sieselber so und so beschaffen sind, die letzteren sofern sie etwas be-wirken, nicht aber sofern sie so oder so beschaffen sind. Und soist es auch bei andern Begriffen.

Ob nun etwas, dem Begriff nach, Eine oder mehrere Be-deutungen hat, ist auf folgende Weise zu untersuchen. Zuerst mußman sehen, ob das Entgegengesetzte mehrere Bedeutungen hat,mögen diese dem Begriff oder dem Namen nach verschieden sein.Manches ist gleich dem Namen nach verschieden, z. B. dem Spitzen