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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles, Poetik.

7. Wenn somit die Tragödie in allen diesen Beziehungenim Vorzug vor dem Epos steht und obenein noch durch dieihrer Kunstform eigentümliche Wirkung denn beide Kunstformensollen nicht überhaupt irgend welches Vergnügen bewirken, sonderndas oben beschriebene ^ , so ist es einleuchtend, daß sie die

höher stehende ist, indem sie in höherem Grade ihren Zweckerreicht, als die epische Dichtung.

Und so mag es denn über Tragödie und Epos, sowohlüber ihr Wesen im allgemeinen als über ihre Bestandteile, derenAnzahl und Unterschiede, über die Ursachen der Schönheiten undMängel beider Kunstformen, sowie über Vorwürfe der Kritikund deren Beantwortung bei dem Gesagten sein Bewendenhaben.

voraus hat, und das breitere, ausführlichere Weltbild ist gegen das ge-drängtere nicht ohne weiteres zurückzusetzen, sondern behält seinenWert. Dennoch kann kein Zweifel sein, daß das gedrängterezu strafferer Einheit angezogene Weltbild, trotz dem Verlust an anderenSchönheiten, höher steht als das gedehnte, entwickelte ohne energischdurchgreifende Einheit. Das Epos läßt unentschieden, was schließlich dieWelt bestimme. Das Drama entscheidet: Es ist der aktive und wesentlichzurechnungsfähige Geist."

15. Vgl. Kap. VI, und Kap. XIII.

Langenscheidtsche Buchdruckern, Berlin S^V 46, Hallesche Straße 17.