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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles, Poetik.

12. Anderes durch Interpunktion, wie wenn es bei Empe'-Hokles heißt:

Plötzlich erschienen als sterblich, die sonst Unsterbliche waren.

Und als gemischt sonst Lautere.^

13. Anderes durch Annahme einer Zweideutigkeit, wiez. B. in:

HapiMipxev 8e nXemv

(Es schwand das meiste der Nacht hin),wo das Wort nXiwv (das meiste) zweideutig ist.

14. Wieder andere Bedenken lassen sich lösen durch Hinwei-sung auf den Sprachgebrauch, zufolge dessen man die Mischung ausWein und Wasser doch noch Wein nennt; demzufolge die Dichtersich erlaubt haben, zu sprechen von einer

Schiene von neubereitetem Zinn"

und vonEis enschmieden", die den Stahl bearbeiten; zufolge dessenendlich es vom Ganyme'des heißt, daß er Zeus' Wein schenk sei, dadie Götter doch keinen Wein trinken. Doch könnte man dies letztereauch als Meta'pher fassen.^

15. Ferner wenn ein Wort einen widersprechenden Sinn zuhaben scheint, muß man untersuchen, in wie vielen Bedeu-tungen es in dem betreffenden Satze gefaßt werden könnte, z. B. in

19. Wie im Texte dieser Empedokleischen Stelle durch Interpunktioneine Schwierigkeit zu lösen sei, darüber vergleiche man Hermanns Notezu dieser Stelle (Kommentar S. 183). In den Handschriften der Poetikist die Stelle sehr verderbt. Sie ist herzustellen aus Athenä'os S. 424 Lund aus Simpl i'ciu s'Kommentar zur Aristotelischen Physik I, Blatt?.

20. Aus Homer, Ilias, X, 252, wo man Eusta'thius über dirAmphibolie' in dem Worte uXimv Nachlesen mag. Vgl. auch RitterS. 281.

21. Über diesen ganzen Paragraphen mag man die Ausleger Nach-lesen. Ich habe streng nach den Handschriften übersetzt.