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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles Poetik.

Zeit vorgchende Einzelhaitdlungen darzustellen, sondern nur dieHandlung, welche auf der Bühne vorgeht und von den Schau-spielern ausgeführt wird; in dem epischen Gedichte dagegen,weil dasselbe Erzählung ist, ist es möglich, viele Teilhandlungenzugleich vollbringen zu lassen, durch welche, wenn sie zur Sachegehörig sind, der Umfang des Gedichts bedeutend gesteigert wird.Das E'pos hat also hieran einen Vorteil für seine Erhabenheit,der zugleich dazu dient, die Stimmungen des Hörers wechseln unddie ungleichartigsten Auftritte miteinander episodisch abwechseln zulassen; denn die Einförmigkeit, weil sie eben schnell sättigt, macht,daß die Tragödien durchfallen.

5. 6. Das sogenannte hero'ische Me'trum ferner hat sicherfahrungsmäßig als das dem Epos angemessene ergeben. ^ Dennwenn einer in irgend einem andern Metrum eine erzählendeDichtung verfassen wollte oder in vielen, so würde das Unpassendedavon zu Tage treten. Das heroische Versmaß ist nämlich dasstätigste und würdevollste" aller Versmaße, daher läßt esauch vorzugsweise gern ungangbare und metapho'rische Ausdrückezu, denn auch eine gewisse Wortstellung ist der erzählenden Dich-tungsgattung vor der andern eigentümlich. Das iambische undtetrametrische Versmaß dagegen haben den Charakter der Beweg-lichkeit, und zwar das letztere den der Tanzbewegung, das erstereden der handelnden Darstellung."

Umstande abhing, daß es eben herkömmlich war, an drei Vormittagenneun Tragödien nebst drei Satyrspielen oder überhaupt eine großeZahl von Tragödien aufzuführen.Denn", sagt er,gesetzt, es wäre her-kömmlich, hundert Tragödien an einem Feste zu geben, nun so könnteman nur gleich die Wasseruhr daneben stellen und nach dieser die Längeder Zeit bis auf die Minute abmessen!"

9. Vgl. oben Kap. IV, § 14 und § 8.

10. Ebenso heißt es in der Rheto'rik III, Kap. 8:Von den Rhyth-

men ist der hero'ische der, welcher den spezifischen Charakter des Würde-vollen und feierlich Erhabenen trägt."

11. Vgl. oben Kap. IV, § 14; XXII, 10, und Rhetorik III, 8,