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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Vierundzwanzigstes Kapitel.

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Position; und endlich im sprachlichen und in dem Gedankengehaltehat er alle übertroffen.

3. Unterschieden von der Tragödie ist dagegen das Epos durchdie Länge der Komposition und durch das Metrum. Was die Längebetrifft, so genügt darüber die oben gegebene o Bestimmung, daß esnämlich möglich sein müsse, den Anfang und das Ende überschauendzusammenzufassen. Dies dürfte der Fall sein, wenn die Kompo-sitionen etwa kürzer wären, als die alten Epen, und dafür vielleichtauf diejenige Zahl von Tragödiendie für eine Vorstellung ange-setzt zu werden pflegen hinausliefe.

Roman. Es folgt von selbst, daß das Innerliche auch überhaupt mehrin den Vordergrund tritt, wenn Sehnsucht und Wiedersehen denHauptinhalt bilden: Odysseus am Ufer der Kaly'psoinsel ins Meer hin-ausweinend, die trauernde Penelope in der einsamen Kammer und dersuchende Sohn sind Bilder eines innigen Seelenlebens. Nur daßnatürlich das epische Grundgesetz, wonach alles Innerliche in sinnlicherAusführlichkeit der Erscheinung sich zeigen muß, unangetastet in Kraftbleibt. Auch die Natur wird jetzt mit subjektiverem Interesse beschaut,das Meer, die landschaftlichen Reize, die Grotten, Quellen, Bäumeu. s. w. Zm Stile dieser Form des Epos erkennen wir ein erstesAuftauchen der charakteristischen die individuellen Züge erforschenden Rich-tung -die Einzelheiten des häuslichen Lebens, der idyllischen Wirt-

schaft mit Sauhirt und Rinderhirt, bis hinaus auf den armen treuenHofhund, das Gebaren und die Gewöhnungen der Menschen nach allenSeiten treten in ein schärferes Licht, als sonst die Antike es ihrenBildern giebt, und wie man im weiteren Sinne alle epische Poesie sit-tcnbildlich nennen kann, so ist es die Odyssee, dieser Prototyp desRomans, selbst im engeren Sinne des Worts." S. Bischer, Ästhetik, IV,

S. 1271 fg.

6. S. Kap. VII, §§ 5 fg. und Kap. XXIII, § 8.

7. Der Artikel muß hier fehlen, obschon ihn die Herausgeber nach Aldusausgenommen haben, und er fehlt auch richtig in allen Handschriften.

8. Wie viel waren das? Und wie groß ist demnach dergrößte, von Aristoteles statuierte äußere Umfang für ein episches Ge-