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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Aristoteles, Poetik.

dadurch, daß sie in einem Kausalzusammenhänge untereinanderstehen, und in noch höherem Maße, wenn sie wider Erwarteneintreten. Denn auf diese Weise werden sie in höherem Gradedie Eigenschaft des Wunderbaren haben, als wenn sie von un-gefähr oder durch Zufall eintreten, da ja selbst unter den zu-fälligen Ereignissen diejenigen den größten Eindruck des Stau-nens hervorzubringen pflegen, welche gleichsam wie absichtlichgerufen eintreten, wie z. B. daß die Bildsäule des Mi'tys inA'rgos den Urheber des an dem Mitys begangenen Mordestötete, indem sie ihm, als er sie anschaute, auf den Kopf fiel. ^Denn solche Dinge scheinen nicht von ungefähr zu geschehen.

Schluß: Die Fabeln also, die von solcher Beschaffenheitsind, müssen notwendig die schöneren sein.

Zehntes Kapitel.

1. Die Fabeln sind teils einfache, teils verwickelte, da jaauch die Handlungen, deren Nachahmungen die Fabeln sind, vonvornherein eben so beschaffen sind.

2. Einfach nenne ich diejenige Handlung, in deren zu-vor definiertem* ununterbrochen fortschreitenden und einheitliche»Verlaufe ohne plötzlichen Schicksalswechsel (Peripetie') oderErkennung? die Wandlung sich vollzieht. Verwickelt da-

weil uns ein rein Zufälliges, Ungefähres als beabsichtigte, auf einenZweck gestellte That erscheint. Daß das A«u,,.aa-rv'v, das Wunder-bare, ein Hauptingre'diens der tragischen Peripetie sei, sagt Aristoteles,Rhetorik, I, It, 24.

13. Diesen merkwürdigen Vorfall erzählt Pluta'rch in seinerSchrift: Über die späte Rache der Gottheit, Kap. 8, wo noch andereähnliche Begebnisse erzählt werden.

1. S. Kap. 8, § 4.

2. Erkennung ist hier soviel als Entdeckung, wie es Knebelübersetzt. Ich behalte die wörtlichere Übersetzung bei wegen Kap.Xl, § 2.