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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Zweites Kapitel.

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4. Auf gleiche Weise kann man auch im Gebiete der dithyram-bischen und der nomischen Dichtung, wie die P er s er und der Ky'klopsdes Timo'theos und Philo'xenos beweisen, eine verschiedene Artder Nachahmung unternehmen. ° Zn derselben Verschiedenheit liegtauch der Unterschied der Tragödie von der Komödie. Denn jeneintendiert die Darstellung besserer, diese die Darstellung schlechtererMenschen, als sie jetzt gewöhnlich sind.

Athenäus a. a. O. (XV, 698ok). Vgl. Anton Weland, Os prasoipuisparoäiarum Uomsrioarum soriptoridus apuä Lirasoos, Göttingen,1833, Kap. V.

S. Aristoteles geht von der Epik zur Lyrik über und spricht es aus,daß hier derselbe Unterschied von Idealismus und Realismus, von Erha-benheit und Niedrigkeit der Auffassung und Darstellung stattfinden könne.Die dafür kurz angedeuteten Beispiele der beiden im Texte genanntenDichter sind nicht späterer Zusatz, wie Ritter meint, sondern sicher vonAristoteles selbst. Beide Dichter hatten Poesieen desselben Titels gedichtet.ES gab einen DithyrambusDer Cyklo'pe" von Philoxenos wie vonseinem Zeitgenossen Timotheos, und beide hatten einen NomosDiePerser" gedichtet. Aus Aristoteles erfahren wir nun, daß beider Gedichtein einem verschiedenen Stile gedichtet waren, daß in denPersern" desTimotheos der ideale Stil, in demCyklopen" des Philoxenos,einem witzigen Spottgedichte, welches Anspielungen auf den älteren Tyran-nen Diony'sius, den Feind des Dichters, enthielt, der niedrige vor-herrschte. (Über beide hochberühmte Musiker und Lyriker vgl. manUlrici a. a. O. Teil II, S. 598 610.) DiePerser" waren dasberühmteste Gedicht des Timotheos. Er besang den großen Befreiungs-krieg der Hellenen über die Perser, und Plutarch im Leben Philopö'-mens (Kap. 11) sowie Pausa'nias (VIII, 50, 3) haben uns den Anfangdavon erhalten. Vgl. Aristoteles, Probleme 28, 7, S. 950 Bekker;Nikoma'chische E'thik III, 10, und daselbst Zell.