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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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Einleitung. Erstes Kapitel.

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seiner Aufzeichnungen dachte er schwerlich; doch gingen die-selben darum keineswegs verloren, in einer Zeit, wo einSchriftstück solcher Art ein großer Schatz war. Und alsspäter die Zeit der großen öffentlichen Büchersanunlungenkam, wo die Nachfrage nach Aristotelischen Schriftenderen damals wenige im Umlauf und Bücherhandel waren stark wurde, war jenes Bruchstück der AristotelischenPoetik sicher nicht das einzige Schriftstück, das mit demNamen des berühmten Denkers von Stagi'ra an der Stirnin die Bibliotheken von Alxandri'a und Per'gamus wander-te und dort um so lieber auf- und angenommen ward, daein anderes Aristotelisches Werk über die Theorie der Dicht-kunst nicht vorhanden war.

Diese Hypothese hat jedenfalls ebensoviel, wenn nichtmehr, Berechtigung, als alle bisher über die AristotelischePoetik aufgestellten Vermutungen. Sie erklärt Form undsprachliche Darstellung, Ungleichheit in der Behandlung desStoffs, einzelne Lücken und Zusätze und alle sonstigen zumTeil sich widersprechenden Eigenschaften des kleinen Trak-tats. Wem aber die Annahme solcher antiker nachgeschrie-bener Hefte zu modern erscheinen sollte, der möge Nachlesen,was wir an einem andern Orte" über diesen Gegenstandgesagt haben, und dazu noch Stellen wie Diogenes vonLaerte, II, 48; VI, 3 und die bekannte Nachricht überKlea'nthes den Sto'iker hinzufügen, der zu arm war, umsich das zur Aufzeichnung der Lehrvorträge seines LehrersZe'no notwendige Schreibmaterial zu kaufen.

16. Lristotslia II, S. 70; S. 294296; S. 338.