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Es giebt einen neueren Reisenden, der in fließen-dem Styl und nicht ohne Darftcllungstalent Alles,gleich Evangelien, nicdcrgcschrieben hat, was ihmseine guten Freunde und sein Dragoman, theilserzählend, theils angeblich übersetzend, über MchemedAli und den Zustand Aegyptens aufbanden. Einemsolchen Werke kann man in Europa Beifall undGlauben schenken — denn was weiß dort die Massevom Orient? Wir sind wahrlich über die dasigenVerhältnisse und Zustände noch heute eben so un-wissend, als es die Franzosen unter Ludwig demVierzehnten über Alles außer Frankreich waren, unddie ganze Welt hat leider hiervon die kläglichstenBeispiele im größten Maaßstabe erst kürzlich gesehen,wird auch die Folgen noch lange zu bejammernhaben; — wer aber in Aegypten mit solchen Büchernin der Hand reist und die geringste Ader einesBeobachters in sich hat, der möchte oft zweifelhaftwerden, ob nicht das Ganze eine Mystifikation scy,und die Verfasser, mit Champollion, Burkhard,Belzoni, Caillaud u. s. w. nebst einigen historischenWerken auf ihrem Schreibtische, ganz ohne diesenzu verlassen Aegypten beschrieben haben.