Druckschrift 
4 (1872) Verzeichniss der Handschriften
Entstehung
Seite
3
Einzelbild herunterladen
 

B

hadha ivire-i. Scheih Muhammad JBalidi, cl. h. Dies ist der Ge-leitsbrief (das Siclierlieitsamulet) des Scheich Muhammad Bahäi,der also entweder Verfasser des Folgenden oder Besitzer undTräger des Amulets war. Weiter kommt ein langes vielfach ausQoranphrasen zusammengesetztes Gebet. Alles dies ist gelb ge-schrieben.

Nach der rothen Ueberschrift hadha duai qoraschiyyan (sic!)d. h. wohl, Dies ist das Qoraischitische Gebet folgt eine langeGebetsformel mit vielen mystischen Namen und Interjectionen,die mit Anrufungen an Allah schliesst.

Hieran schliesst sich, gelb aber mit lauter Finalbuchstabengeschrieben, folgender Ausruf, der mit Sure 17,83 schliesst: ImNamen Gottes des heilenden, im Namen Gottes des genügenden ,im Namen Gottes des Genesung gebenden, im Namen Gottes, beidessen Namen kein Ding auf Erden und im Himmel schädlichist, der da hört und iveiss! Und sprich: Die Wahrhdt kam, dasUnwahre schivancl, das Unwahre ist eitel. Und wir iverden einenQoran offenbaren, der Heilung und Gnade für die Gläubigen ist,den Gcivaltthätigen aber nur Schaden zufügt.

Unten stehen zwischen den gelben Einfassungslinien einigeZiffern.

*) Die Sure Qoraisch (Sure 106) ist ein gutes Präservativgegen verdorbenen Magen, vgl. Lane, Sitten und Gebräuche derheutigen Aegypter, übersetzt von Zenker II, S. 73. Danach Hessesich ein Qoraischgebet denken.

(So Herr Prof. Dr. Merx in Tübingen.)

4 .

Handschrift auf Baumwollenpapier, 1 Blatt in 2°; in Um-schlag.

Kabylisches Amulet, gefunden mit andern Paritäten ineinem eisernen Topf zu Taourirt Mimoun nach Einnahme dieserStadt der Beni-Jenni durch Mr. de Francq, Commandanten derSpahis, 25. Juni 1857.

Geschenk des H. F de Francq, Bruder des Obigen, 15. Juli 1857.

1 *