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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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des Simonides; denn man hat hier ein langes Gerede, wie bei denSklaven, wenn sie nichts vernünftiges vorzubringen wissen '). Manmeint aber auch die Elemente selbst, das Große und Kleine schreienzu hören ob der Gewalt, die sie erleiden: denn sie sind nicht im Standdie Zahl hervorzubringen, außer eben die Verdoppelung. Es ist aberüberhaupt widersinnig, ein Entstehen von ewigen Dingen anzunehmen,oder vielmehr, es gehört zu den Unmöglichkeiten. Was nun diePythagoreer betrifft, so kann man keineswegs im Zweifel sein, ob sieeine Entstehung annehmen oder nicht; sic erklären ja ganz deutlich,daß nach Zusammensetzung des Eins mag es nun aus Flächen zu-sammengesetzt sein oder aus Farben oder aus Samen oder aus wassonst, denn man versteht sie nicht recht daß dann alsbald das demUnbegrenzten am nächsten Stehende herbeigezogen worden sei und be-grenzt von der Grenze. Indessen, da es sich hiebei um die Entstehungder Welt handelt und da sie die natürlichen Dinge hereinziehen, soist es billig, sie da zu hören, wo es sich von der Natur handelt, undso wollen wir sie von der jetzigen Untersuchung fern halten; denn wirhaben es jetzt zu thun mit den Principien des Unbeweglichen, habenalso auch die Entstehung der hieher gehörigen Zahlen zu betrachten.

Viertes Kapitel.

Die Principien und das Gute.

Für das Ungerade jedenfalls nehmen sie eine Entstehung nichtan, womit sie also eine Entstehung des Geraden annehmen; die erstegerade Zahl aber lassen sie entstehen aus dem Ungleichen, dem Großenund Kleinen, welches gleich gemacht worden sei. Es muß nun noth-wendig nach dieser Annahme die Ungleichheit früher sein, als die Aus-gleichung. Wäre das Ungleiche von jeher gleich gemacht, so wäre nichtvorher ein Ungleiches; denn demjenigen, welches von jeher war, gehtnichts voran. Man sieht also, daß sie nicht etwa blos aus theoretischenGründen die Entstehung der Zahl annehmen. Es ist aber hier eineschwierige Frage, über welche man nicht leicht Weggehen darf: wie sich

*) Um sich nemlich für eine» Fehler zu entschuldigen, s. Bergt, post l)r.S. 506.