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Arten des Großen und Kleinen, also die Längen aus dem Langenund Kurzen, die Flächen aus dem Breiten und Schmalen, die Körperaus dem Hohen und Tiefen; dieß nemlich sind Arten des Großen undKleinen. Was aber das Princip betrifft, auf welchem die Einheitberuht, so gehen ihre Ansichten aus einander. Dabei nun ergeben sichunendlich viele Unmöglichkeiten und Willkürlichkeiten, und es steht dasAlles mit einer vernünftigen Betrachtung im Widerspruch. Denn diegenannten Dinge, Linie u. s. w., wären ja dann ganz außer allemZusammenhang mit einander, es müßten denn auch ihre PrincipienHand in Hand mit einander gehen, so daß das Breite und Schmalezugleich das Lange und Kurze wäre; ist aber dieß der Fall, so wäredie Fläche — Linie und der Körper — Fläche. Ferner wie sollenWinkel und Figuren und dergleichen erklärt werden? Dasselbe Re-sultat ergäbe sich dann auch bei der Zahl. Die genannten Dinge nem-lich sind Eigenschaften der Größe, nicht aber wird aus ihnen eineGröße, so wenig als die Länge wird aus Gerad und Krumm oder einKörper aus Eben und Uneben. Bei all dem stößt man aus dieselbenSchwierigkeiten, wie bei den Arten, wenn man nemlich die allgemei-nen Begriffe für sich setzt; da ist auch die Frage: ob das Thier — ansich in dem concreten Thier sei oder ob dieses verschieden sei vomThier — an sich. Nimmt man keine Trennung an, so ist die Sacheganz einfach; sind aber, wie die Vertreter der betreffenden Theoriesagen, das Eins und die Zahlen getrennt, so ist die Lösung dieserFrage nicht leicht, man müßte denn nur mit dem Unmöglichen sichleicht absurden. Wenn man nemlich in der Zweiheit und überhauptin der Zahl das Eins denkt, so ist die Frage: ob das, was man denkt,das Eins — an sich ist oder etwas Anderes? Während nun dieEinen die Größen aus der beschriebenen Materie hervorgehen lassen,leiten Andere dieselben ab von dem Punkt (der Punkt aber ist nachihnen nicht ein Eins, sondern etwas dem Eins Aehnliches) und auseiner andern Materie, ähnlich der Vielheit, doch nicht identisch mit derVielheit; in welchem Fall sich dann dieselben Schwierigkeiten erheben.Denn ist die Materie Eine, so ist auch Linie, Fläche und Körper Einsund dasselbe; denn aus ebendemselben muß auch ebendasselbe ent-stehen. Gibt es aber eine Mehrheit von Materien und ist die Materieder Linie eine andere als die Materie der Fläche, und davon wieder