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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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ungleichartig sein '). Denn sind sie es nicht, so können auch die Fünf-Heiken nicht ungleichartig sein, aus welchen die Zehnheit zusammen-gesetzt ist; da diese aber ungleichartig sind, so müssen es auch die Ein-heiten sein. Sind sie aber ungleichartig, so ist die Frage: wird esdann keine anderen Fünsheiten geben, als eben diese zwei, oder wirdes noch andere geben? Soll es keine andern gebe», so würe das einUndings); soll es aber solche geben, was ist dann das sür eine Zehn-heit, welche aus diesen andern Fünsheiten entsteht? Denn cs ist jadoch keine andere Zehnheit in der Zehnheit enthalten, als eben sie.Ferner muß aber auch nothwendig die Vierheit nicht aus beliebigenZweiheiten zusammengesetzt sein; denn die unbestimmte Zweiheit sollja, wie behauptet wird, die bestimmte Zweiheit zu sich nehmen und sozwei Zweiheiten Hervorbringen; denn sie hat nach Voraussetzung dieFähigkeit, aus dem Genommenen das Zweifache zu machen. Fer-ner: wie ist es möglich, daß neben den zwei Einheiten die Zweiheitein besonderes Wesen ist und die Dreiheit neben den drei Einheiten?Entweder muß ja doch das eine Theil haben am andern, wie einweißer Mensch neben weiß und Mensch existirt, sofern er an diesenTheil hat, oder es ist so zu denken, daß das eine einen Artunterschieddes andern bezeichnet, wie der Mensch neben Thier und zweifüßig steht.Sodann können zweisDinge Eins sein durch Berührung oder Mischungoder Lage; aber von allem dem ist nichts denkbar bei den Einheiten,aus welchen die Zweiheit und die Dreiheit besteht; vielmehr, wie zweiMenschen nicht ein Eins sind neben den zweien, so muß es nothwendigauch bei den Einheiten sein. Und wenn sie auch untheilbar sind, somüssen sie deßwegen doch nicht ungleichartig sein; sind ja doch auch diePunkte untheilbar und doch ist neben zwei Punkten ihre Zweiheit keinbesonderes Wesen. Ferner ist auch der weitere Punkt wohl zu be-achten, daß man so frühere und spätere Zweiheiten erhält, was sichbei den anderen Zahlen wiederholt. Denn mögen immerhin die inder Vierheit enthaltenen Zweiheiten zugleich mit einander sein, jeden-

Denn die zehn Einheiten wiiren ja, wenn auch unter sich vereinbar, dochmit den Fünsheiten, als andern Zahle», unvereinbar. Also wäre innerhalb der-selben Zahl (zehn) Gleichartigkeit und Ungleichartigleit.

2) Sofern e« ja doch noch viele Zahlen gibt, in «eichen die Fünsheit ent-halten ist.