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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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Beharrendes gibt? Ferner: wenn es ein Princip und eine Substanzvon der Beschaffenheit gibt, wie wir sie jetzt suchen, und wenn diesesPrincip eines und dasselbe ist sür Alles, sür das Ewige und das Ver-gängliche, so erhebt sich die Frage: warum, wen» doch das Principeines und dasselbe ist, das eine von dem unter dieses Princip Fallen-den ewig ist, das andere nicht ewig? dies; ist doch widersinnig. Gibtes aber ein anderes Princip für das Vergängliche, ein anderes sür dasEwige, so können wir entweder annehmen, daß auch das Princip desVergänglichen ewig sei, dann bleibt aber dieselbe Frage stehen:warum ist, wenn das Princip ewig ist, nicht auch das ewig, was unterdieses Princip fällt? oder aber wir nehme» an, das Princip desVergänglichen sei selber vergänglich; dann aber brauchen wir einzweites Princip für dieses erste und für das zweite ein drittes, unddich müßte ins Unendliche fortgehen. Setzt man aber als Principdas, was am meisten unbeweglich zu sein scheint, das Eins und dasSeiende, so ist die Frage, wie diese getrennt und sür sich existiren kön-nen, wenn sie nicht ein bestimmtes Etwas, eine Substanz bedeuten?Von solcher Art aber müssen die ewigen, ersten Principien sein, welchewir suchen. Wenn jedoch eines wie das andere ein bestimmtes Etwas,eine Substanz bedeutet, so müßte alles Seiende Substanz sein; dennvon Allein wird das Seiende ausgesagt, von Manchem aber auch dasEins. Daß aber alles Seiende Substanz ist, ist eine falsche Annahme.

Ferner, wenn man das erste Princip im Eins findet und diesesals Substanz bezeichnet, aus dein Eins sodann und der Materie zuerstdie Zahl hervorgeheu läßt und diese nun sür eine Substanz ausgibt,

wie ist es möglich, daß solche Sätze richtig sind? Wie kann mandenn die Zweiheit und jede der weiteren zusammengesetzten Zahlen sichals Eines denken? Darüber wird nichts gesagt, und es ist freilichauch nicht leicht etwas darüber zu sagen. Setzt man aber als Princi-pien die Linien, oder was sich daran anschließt (ich meine die Urflächen),so hat man damit keine für sich bestehende Substanz, vielmehr Ab-schnitte und Theilungen theils von Flächen, theils von Körpern, diePunkte aber sind Theilungen von Linien, und dazu ist alles das dieGrenze der betreffenden Figuren '); dieß alles aber existirt in einem

') Derjenige», deren Theilungen sie sind, die Punkte der Linien, die Liniender Weichen, die Flächen der Körper.