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bezeichnet, entweder durchaus oder in einer besondern Beziehung; dennwir gebrauchen ja das Wort in verschiedenen Bedeutungen, wie dassonst schon näher bestimmt worden ist '). So ist also die Beraubungeine Art von Widerspruch oder Unvermögen, näher bestimmt oder mitdem empfänglichen Substrat zusammengenommen. Während es daherbeim Widerspruch kein Mittleres gibt, gibt es ein solches bei der Be-raubung ; denn während man von jeglichem sagen muß, es sei ent-weder gleich oder nicht gleich, ist doch nicht jegliches entweder gleichoder ungleich, sondern höchstens ist dieß der Fall bei einem für dasGleiche empfänglichen Substrat. Findet nun das Werden bei derMaterie statt durch einen Uebergang von einem Entgegengesetzten zumandern, geht das Werden von der Form und dem Zustand der Formaus oder von der Beraubung der Form und der Gestalt, so ist klar,daß der Gegensatz immer eine Art von Beraubung ist, die Beraubungaber wohl nicht immer ein Gegensatz. Der Grund liegt darin, daßdie Bezeichnung „Beraubung" vieldeutig ist, entgegengesetzt ist abernur dasjenige, aus welchem, als dem Aeußersten, ein Uebergang statt-findet. Dieß wird klar auch durch die Induktion. Jeder Gegensatzenthält nemlich die Beraubung von einem der entgegengesetzten Glie-der, aber nicht überall in gleicher Weise: denn die Ungleichheit enthälteine Beraubung der Gleichheit, die Unähnlichkeit Beraubung der Aehn-lichkeit, das Laster Beraubung der Tugend. Der Unterschied ist derobenangegebene: das eine ist entgegengesetzt, wenn es überhaupt be-raubt ist, das andere, wenn irgend einmal oder in einer gewissen Be-ziehung, z. B. in einem gewissen Alter oder in der Hauptsache oderdurchaus. Darum gibt es bei dem Einen ein Mittleres und es kanneinen Menschen geben, der weder gut noch bös ist ; bei dem Anderngibt es kein Mittleres, sondern es muß nothwendig z. B. eine Zahlgerad oder ungerad sein, indem bei dem Einen das Substrat ein be-stimmtes ist, bei dem andern nicht. So ist also klar, daß immer daseine Glied des Gegensatzes unter die Bezeichnung der Beraubung fällt;cs genügt aber auch, wenn dieß bei den ersten Gegensätzen und bei denGattungen derselben der Fall ist, wie z. B. beim Eins und Vielen,denn die andern werden auf diese zurückgeführt.
I) S. V. LS.