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bewegt worden ist, was aus der U ntersuchung der Bewegung klar her-vorgeht. Auch von diesem Gesichtspunkt aus zeigt sich also, daß dieAktualität auch so früher ist, als die Potenz, der Zeit und dem Wer-den nach. — Ferner auch der Substanz nach ist das Aktuelle früher;erstens, weil das dem Werden nach Spätere der Form und der Sub-stanz nach früher ist, wie z. B. der Mann früher ist, als der Knabe,und der Mensch früher, als der Samen: denn das Eine hat bereitsdie Form, das Andere aber noch nicht. Ferner, weil alles Werdendeaus ein Princip, ein Ziel geht, — Princip ist nemlich der Zweck, unddas Werden geschieht um des Zieles willen, Ziel aber ist die Aktuali-tät und um dieses Zieles willen empfängt man die Potenz; dennnicht, um das Gesicht zu haben, sehen die lebenden Wesen, sondern sichaben das Gesicht, um zu sehen; so hat man auch die Baukunst, umzu bauen, die Fähigkeit der Betrachtung, um zu betrachten, nicht aberbetrachtet man, um die Fähigkeit der Betrachtung zu haben, außerwenn Einer sich darauf legt; ein Solcher aber betrachtet nur in einerbestimmten Weise, oder ganz allgemein nur, weil er keinen bestimmtenGegenstand hat'). Ferner ist die Materie potenziell, weil sie mög-licherweise zur Form gelangt; sobald sie aber aktuell ist, ist sie in derForm. So ist es auch sonst und auch da, wo Bewegung das Ziel ist.Wie daher die Lehrer ihr Ziel erreicht zu haben glauben, wenn sie dieSchüler aktuell zeigen können, so ist es auch in der Natur. Sonst be-käme man den Hermes des Pauson: auch bei der Wissenschaft wüßteman nicht, ob sie innen ist oder außen, wie bei jener Bildsäule; dennder Aktus ist das Ziel, Aktus aber ist die Aktualität. Darum sagtman auch „Aktualität", indem man das Wort von Aktus ableitet, unddieselbe strebt auf Vollendung, Realität zu. — Nun ist das Letzte derGebrauch, wie beim Gesicht das Sehen, und in diesem Fall wird nichtsanderes gewirkt, wie vom Gesicht aus nichts, als das Sehen, vonanderem aus dagegen wird etwas, wie z. B. von der Baukunst ausein Haus neben dem Bauen, allein nichts desto weniger ist dort die
') Diese unklaren Worte scheinen sagen zu sollen: Auch wer aus dem Be-trachten ein Studium macht, wer also dadurch sich die Fähigkeit der Betrachtungals solche aneignen will, thut dieß doch immer nur um bestimmter Zwecke willen,«S wäre also in Wahrheit kein» so abstrakte Thätigkeit.