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zu Grund. Indessen macht es keinen Unterschied, in welcher Weiseman dieß auch bezeichnen mag, soviel ist jedenfalls klar, daß die erste,schlechthinige Begriffsbestimmung und der eigentliche Begriff der Sub»stanz zukommt. In analoger Weise kommt es auch dem Uebrigen zu,nur nicht in erster Linie. Denn wenn wir auch so viel zugeben, so istdamit noch nicht nothwendig gesagt, daß es eine Begriffsbestimmunggebe für alles dasjenige, was dasselbe bezeichnet, wie ein Begriff, son-dern es kommt darauf an, was für ein Begriff es ist. Es muß nein-lich ein solcher sein, welcher einem Einen angehört, wo nicht blos fort-laufende Reihe ist, wie bei der Ilias, oder äußere Verknüpfung, son-dern es muß irgend eine der verschiedenen Bedeutungen des EinS imeigentlichen Sinn zu Grund liegen. Das Eins aber ist zu verstehenwie das Seiende, daS Seiende aber bezeichnet bald ein Dieses, baldein Quantitatives, bald ein Qualitatives. So wird es also auch füreinen weißen Menschen Begriff und Begriffsbestimmung geben, aberin einem andern Sinn, als für „weiß" und für Substanz.
Fünftes Kapitel.
Ob es eine Begriffsbestimmung gebe für die zusammengesetzten Dinge.
Wenn man nun aber nicht zugiebt, daß der mit einem Zusatzverbundene Begriff eine eigentliche Begriffsbestimmung sei, so ent-steht die Frage: was überhaupt von dem nicht einfach Ausgedrückten,sondern Zusammengesetzten hat eine eigentliche Begriffsbestimmung?Nothwendig muß man ja den Zusatz zur Erklärung zu Hilfe nehmen.Ich meine z. B. so: man hat Nase und Hohlheit, und Hohlnasigkeitist ei» aus beiden zusammengesetzter Ausdruck, ein Dieses in einemDiesen '), und zwar ist weder die Hohlheit noch die Hohlnasigkeit bloseine ganz äußerliche, accidentelle Bestimmung der Nase, sondern eineihr an sich zukommende; es ist nicht, wie das Weiße dem Kallias oderirgend einem Menschen zukommt — daß dann Kallias wesentlich weißund nur accidenteller Weise Mensch wäre — sondern so, wie dasMännliche dem Thier, das Gleiche dem Quantitativen zukommt undwaS dergleichen Bestimmungen mehr sind, von welchen wir sagen, daß
>) Dt« Form, Hohlheit, ist im Materiellen, der Nase.