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melt ist, ist er doch noch ein Becher, die Zahl dagegen ist nicht mehrdieselbe. Indessen auch das ist nicht alles verstümmelt, was aus un-gleichen Theilen ") besteht; es gibt nemlich auch Zahlen, welche un-gleiche Theile enthalten, wie z. B. in der Fünfzahl die Zweizahl unddie Dreizahl enthalten sind. Ueberhaupt trifft die Bezeichnung „ver-stümmelt" dasjenige nicht, bei welchem nicht die Lage einen Unter-schied macht, wie z. B. das Wasser oder das Feuer; vielmehr mußetwas Verstümmeltes immer von der Art sein, daß die Lage für dieSubstanz von Bedeutung ist. Ferner muß etwas zusammenhängendsein: denn die Harmonie besteht zwar auch aus ungleichen Theilenund die Lage ist dabei von Bedeutung, und dennoch ist sie nicht „ver-stümmelt". — Ferner ist es auch bei dem, was ein Ganzes bildet,nicht gleichgiltig, welcher Theil weggenommen wird, wenn man dieBezeichnung „verstümmelt" soll gebrauchen können; weggenommendarf nicht dasjenige werden, was die Substanz ausmacht, auch ist derOrt nicht gleichgiltig, wo es weggenommen wird; z. B. wenn man einLoch in einen Becher macht, ist er nicht verstümmelt, sondern nur,wenn man ein Ohr oder eine Extremität wegnimmt; und der Mensch !ist nicht verstümmelt, wenn er ein Stück Fleisch oder die Milz, son-dern wenn er eine Extremität verliert, und zwar auch nicht jede, son-dern eine solche, welche, ganz weggenommen, nicht wieder wächst. Ausdem letzteren Grund sind die Kahlköpfigen nicht verstümmelt -).
Achtundzwanzigstes Kapitel.
rHox. Gattung.
„Gattung" („Geschlecht") gebraucht man zunächst, wenn voneiner fortlaufenden Erzeugung des zu Einer Art Gehörigen die Redeist, z. B. wenn man sagt: solang die Gattung (das Geschlecht) derMenschen besteht, so heißt das: solang es eine fortlaufende Erzeugungderselben gibt. Ferner heißt „Gattung" dasjenige, von welchem alsdem ersten Bewegenden aus etwas zum Sein gelangt ist; so redet
>) 0xi>. die Zweizahl, welche aus zwei gleichen Einheiten besteht.
>) Weil nemlich, wie Arist, annimmt, die Haare immer wieder wachseniönnen,