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bilden, weder in gerader Linie noch der Art nach. Man kann nemlicherstens im Materiellen bei der Ableitung des einen ans dem andernunmöglich ins unendliche sortgehen, wie z. B. wenn man das Fleischableitet ans der Erde, die Erde ans der Lust, die Luft ans dem Feuerund dabei gar keinen Punkt setzt, bei welchem man stille steht; zweitensist dieß nicht möglich Leim Princip der Bewegung, z. B. daß derMensch von der Lust bewegt würde, die Luft von der Sonne, dieSonne vom Streit und daß es hierin keine Grenze gäbe. Ebenso we-nig kann man ins unendliche gehen beim Zweck und Ziel, daß z. B.das Gehen da wäre um der Gesundheit willen, die Gesundheit um desWohlbefindens willen, das Wohlbefinden um eines andern willenn. s. f. ins unendliche. Dasselbe ist denn der Fall auch hinsichtlich desbegrifflichen Wesens der Dinge. Wir haben nemlich hier Mittelglie-der, außerhalb welcher ein letztes und ein früheres ist; nothwendigmuß nun das frühere die Ursache sein von dem, was nach ihm kommt.Sollten wir nemlich sagen, welches von diesen dreien die Ursache ist,so werden wir doch sagen: das erste; das letzte kann es ja doch nichtsein, denn das letzte ist in keiner Beziehung Ursache; ebensowenig aberauch das mittlere, denn dieses ist immer nur Ursache von einem. Da-bei macht es keinen Unterschied, ob man Ein Mittelglied hat oder meh-rere, ob eine unbestimmte oder eine bestimmte Anzahl; die auf dieseWeise unbestimmt vielen Glieder und überhaupt alle Glieder des Un-bestimmten, Unbegrenzten sind, eins wie das andere, Mittelglieder bisauf das letzte, das jetzt eben ist; also wenn es kein erstes gibt, so gibtes überhaupt keine Ursache. Hat nun aber das Obere einen Anfang,so ist es auch nach unten nicht möglich ins unendliche zu gehen, so daßaus dem Feuer Wasser würde, aus dem Wasser Erde und daß so im-mer wieder eine andere Gattung entstünde. Denn, abgesehen davon,daß eins nach dem andern wird, wie z. B. die olympischen Spielenach den isthmischen, gibt es zwei Arten, wie eins aus dem andernwerden kann: entweder so wie aus dem Knaben ein Manu wird, durchVeränderung, oder so, wie aus dem Wasser Luft wird *). Sagen wir
') Entweder so, daß eins zum andern sich entwickelt, oder so, baß da? eineverschwindet, um dem andern Platz zn machen. Nur im letzteren Fall entstehtetwas neues.
Aristoteles" RetapWk,
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