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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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von der Sinnenwelt handelt, während innerhalb der Ideenwelt wiederdas Eins das Prädikat bildet. Diese Materix ist bei Plato bestimmtals eine Zweiheit, nemtich als das Große und Kleine. Endlich hat ernoch die Ursache des Guten und des Bösen den beiden Elementen,jedem nach seiner Art, zugetheilt *), wie denn in dieser Richtung schonsrühere Philosophen, z. B. Empedokles und Anaxagoras, ähnlicheBestimmungen ausgestellt haben.

Siebentes Kapitel.

Rekapitulation der bisherigen historischen Betrachtungen.

Damit haben wir denn in der Kürze mit Beschränkung auf dieHauptpunkte aus einandergesetzt, wer die Philosophen waren, welcheüber die Principien und das Wesen der Dinge Bestimmungen ausge-stellt haben und wie diese Bestimmungen lauten; so viel haben wirbei allen gesunden, daß unter allen ihren Sätzen über Princip undUrsache sich nichts findet, was nicht von uns in der Physik näher be-stimmt wäre, vielmehr sagen sie alle irgend ein Wort über diese Prin-cipien, wenn auch ohne die gehörige Bestimmtheit. Denn die einenfassen das Princip als Materie, sei es, daß sie eines annehmen odermehrere, und sei es, daß sie es als Körper setzen oder als unkörper-lich;, wie denn Plato das Große und Kleine ausstellte, die Italikerdas Unbegrenzte, Empedokles Feuer, Erde, Luft nnd Wasser, Anaxa-goras die Unendlichkeit der Homöomerieen. So haben also diese alleeinen solchen Urgrund berührt, sowie auch noch diejenigen, welche dieLust als solchen annehmen, oder das Feuer oder das Wasser oderetwas, was dichter ist als das Feuer, aber dünner als die Luft ?).Denn auch so etwas ist schon als Urelement ausgestellt worden.Soweit haben sie nun blos vom Urgrund gesprochen, andre dagegen

1) Dem Eins, als dem höchsten formalen Princip, das Gute, dem Großenund Kleinen, als dem materiellen Princip, das Böse.

2) Was Aristoteles hier meint, ist nicht ganz klar. Die alten Erllärer be-ziehen es meist auf Anaximander.