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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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Einleitung.

DieMetaphysik des Aristoteles" ist weder nach Inhaltnoch Anordnung genau so, wie sie uns jetzt vorliegt, von Ari-stoteles geschrieben und zu einem Ganzen zusammengestellt wor-den. Schon der TitelMetaphysik", welcher einem Zweig derPhilosophie seinen Namen gegeben hat, rührt nicht von Ari-stoteles her, welcher den Gegenstand dieses Werks am häufig-sten alserste Philosophie" bezeichnet; der NameMetaphysik"wurde zuerst von einem Ordner der aristotelischen Schriften ge-braucht und kommt davon her, daß dieses Werk hinsichtlich derAbfassung auf die Physik folgte. Was den Inhalt und dieReihenfolge der einzelnen Bücher betrifft, so weisen sowohlältere Nachrichten, als auch die Untersuchung des Werks selberdarauf hin, daß diese Reihenfolge nicht sachgemäß ist und daßüberhaupt das Ganze nicht von Aristoteles bis zur Vollendunggeführt wurde. Die Forschungen neuerer Gelehrten, wie Bran-dts, Bonitz (welchen sich auch Zeller anschließt, griech. Phil. II2 S. 56 ff.), haben im Wesentlichen folgendes Resultat er-geben: Eine zusammenhängende Reihe und den eigentlichen Kernbilden die Bücher I. III. IV. VIIX, welche eine einheitlicheDarstellung enthalten, ohne übrigens in allen Theilen vollen-det zu sein. Im I. Buch erörtert Aristoteles das Wesen unddie Aufgabe der Metaphysik und legt die verschiedenen Prin-cipien dar, woran sich eine kritische Uebersicht der von den frü-heren Philosophen aufgestellten Principien anschließt. Vorbe-reitend ist auch noch Buch II, welches die sogenannten Aporieenenthält, eine vorläufige Aufzählung der metaphysischen Grund-