Druckschrift 
13 : (Continuationis IX) (1854) 1423 - 1436
Entstehung
Seite
97
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1427.30. April.

Herzog Hainrich schreibt an den Pfleger von Scharding Jörg Frauenberger wegen der Differenzenim Niederland und auf die Klage, als seye er seines Leibs nicht sicher, derselbe möge sichunter den Herzogen Johannes und Otto einen wählen, der in dieser Sache teidige, obwohl es unerhörtsey, dass ein Herzog mit seinem Pfleger rechten soll; was dieser beschliessen würde, soll recht seyn.G. Burckhausen an Mitichcn nach quasimodogeniti. (B.)

2. Mai.

Herzog Ernst von Beyrn bestätigt dem Abte Symon und dessen Gotteshause zu Ebersperg einenBrief Kaiser Ludwigs (g. zu München, des Montags nach u. Fr. Tag zu Liechtmess 1335), laut dessensie das Recht erhallen, in dem Weiher zu Altenburg bei Wildenholczen nach Willkür zu fischen, dochauf Widerrufen. G. am Freitag vor des hl. Krewcz Tag Inventionis, (c. S.) (B.)

2. Mai.

Die Herzoge Ernst und Wilhalm schreiben an Herzog Hainrich, wie er ihnen des zu haltendenRechtslages halber keine genügende Antwort gegeben habe, da sie die Sache wegen des Niedern-Landes und wegen des Frauenbergers und des Tristram Zenger gerne beenden möchten, und ersuchenihn auf Sontag jubilate gen Straubing zu kommen, oder seinen Rath mit Vollmacht zu schicken. G.München am Freytag vor inventionis sanctae crucis. (B.)

5. Mai.

Der Bischof Peter zu Augspurg vidimirt einen den Klöstern Beyerns verliehenen Freiheilsbriefdes röm. Königes Sigmund (g. zu Prespurg an sand Peters Tag Kalhedre 1425). G. an dem nächstenMentag nach des hl. Kreuzes Tage, als es funden ward. (c. S.) (B.)

9. Mai.

Andre der Snytzer von Slräwbing, von den Herrn des Raths der Stadt Regenspurg zu einemSnitzer bestellt, verspricht mit denselben gegen 2 Pfund Reg. Pfenn. jährliche Bezahlung allzeit zu ihrenArmsfen und zu anderem ihrem Zeug, so oft sie das fodern, gewarten zu wollen. Siegler: Conratder Gräfenrewter, Schultheiss. G. des Freitags vor Pangracy martyris, (c. Sig.) (B.)

10. Mai.

Die Landschaft von Nidern-Beiren gibt dem Herzoge Ludwig und dessen Gefolge sicheres Geleitnach Straubingen und zurück: nämlich von Peurbach bis gein Straubingen, dann in Straubingen vomTage der Ankunft 4 ganze Wochen, endlich von Straubingen bis gein Ingelstat, oder wiederum geinBeurbach. Siegler: Landgraf Johanns zum Leuchtemberg. Graf zu Hals; Hanns vom Degemberg, Erb-holineister; die Stadt Straubingen. G. am Sambstag vor dem Sonntag Jubilate, (c. 3 S.) (B.)

10. Mai.

Herzog Hainrich beauftragt Tristram Zenger, wie durch dessen Zwietracht mit seinen Vetterndem Lande grossen Schaden erstünde, da auf Begehren derselben die Landschaft den Herzog Ludwiggen Straubing beleiten werde, einen Fried zu halten von heute bis auf sant Johannes Tag Sonnen-wenden und verspricht ihm, dass wenn Herzog Ludwig kommen werde, er sich desselben Sache getreulichannehmen wolle. G. Landshut an Samstag vor jubilate.

11. Mai.

Herzog Hainrich schreibt an die Herzoge Ernst und Wilhelm, er wolle alles halten, was inAmberg getheidigt ward, ebenso was die Freunde wegen seiner Forderung hinsichtlich des Jörgen

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