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Wilhelm von Raitenbuch , Landrichter der Grafschaft Hirzperch, verkündet dass auf dieKlage Ulrichs Zenger von Viehausen, ehemaligen Landrichters, gegen den Bischof von Eich-städt, die Herren von Baiern und er seyen dadurch dass der Bischof Heinrich den Merstorfergefangen, in einen Thurm gelegt, und wider des Landgerichtes Recht seine vor selbem erwirk-ten Briefe durch Gefangenhaltung ihm abgenothigt habe, um 100 Mark Silbers beschädigt wor-den, zu Recht sey erkannt worden, des Bischofs und seines Gotteshauses Güter seyen von derKlage ledig. G. auf der Lantschrann ze Dietfurt des nächsten Montags vor sand Michelstag. (c. S.)
Albrecht, Herzog zu Österreich bekennt für sich und seinen Bruder Leupolten dass siemit Hertzog Stephan dem Eltern und Hertzog Albrecht, Brüdern, dann Stephans Söhnen Stephan,Fridrichen, und Johansen wegen Tyrol, des Lanndes an der Etsch, in dem Gepürg und in demYntal auf folgende Weise übereingekommen sind : die Hertzoge von Bairn verzichten für sichund ihre Erben auf Tyrol, greifen diese Herrschaft nimmer an , und sind Niemanden beholfender Tyrol angreifen und beschedigen wollte; die Hertzoge von Österreich sollen von Tyrol ausdas Land Bairn nicht angreiffen, und keinen der in Bairn gesessen ist wider die Hertzoge inSchutz nehmen ; Hertzog Johanns gelobt auch sunderlich dass er sein Gemahel, Graf Meinhartzvon Görtz Tochter, wenn er die zu der Ee nymbt, darzu halte, dass sie zu derselben Herr-schaft ze Tyrol nicht spreche dieweil er lebt; überlebt aber sie ihn, so sol kein sein Erben
noch kein Hertzog von Bairn, noch die Ihren ihr nicht beholfen seyn; die Hertzoge von Bairn
antworten auch wider aus die Vesten Slosperch, Landegg und Matray ; Albrecht und Leupolt
berichten und w r eren ihnen dagegen für ihre Ansprache auf Tyrol hundert und sechzehntau-send Guidein, ledigen ihnen Weissenhorn und Puch, dann die Ansprüche der alten Marggräfinvon Brandenburg auf Khuefstain, Khützpühel, und andere Stüke, gelegen in Bairn, ihrer Mor-gengabe wegen; sie antworten die ihnen von Hertzog Albrecht versetzte Burg und den Marktze Scherding samt Zugehörung aus, und geben alle Gefangenen frei. Albrecht gelobt dieseRichtigung und Sune state zu haben bei dem Ayde den er darum zu den heiligen besunder-lich geschworn hat. Zeugen: Länndtgraf Johanns von dem Leuttemperg, des Hertzogs von BairnPfleger; Graf Hainrich von Ortennberg, Graf Leupolt von Hals, Johans von Abelsperg, Eber-hart von Walsee von Lintz, Haidennreich von Meissow, Lanndtmarschalich und Oberster Schenkin Oesterreich, Alber von Puecheim Oberster Druchsass in Österreich, Johanns von Liechten-stain von Nicolspurg, Hofmeister; Heinreich von Walsse von Ens, Cunrad von Potenndorf,Wulffing von Stubenberg, Ott von Zelking, Seytz der Torringer, Georg der Ahaimer, Hainrich.der Tuschei, Ott der Zennger von Pruckperg, Ott der Zennger von Swartzeneckh, Fridreich derRotawer, Cunrad der Preisinger, Hilpold vom Stain der Junger, Johanns der Fraunhofer, Reik-ker der Sigenhaimer, Degennhard der Hofer, Ekkolf der Wärter, Dietreich der Peffenhauser, Seytzder Puchperger von Enngelsperg, Ott der Machslrainer. G. ze Scherding an sannd Michels tag.
Stephan der Elter und Albrecht, Gebrueder, Stephan, Fridrich und Johanns, Gebrüder,Steffans des Eltern Sune, Hertzoge in Bayrn stellen ihren Oheimen Albrecht und LeupoldHextzogen ze Oesterreich dieselbe Vergleichsurkunde aus. D. ib. et eod. d.