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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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stimmt, will ich hier wiederholen. Wenn ein der Art nach Uutheil-bares beharrt, so ist das erste Allgemeine in der Seele vorhanden(man nimmt nemlich zwar das einzelne wahr, aber die Wahrnehmunggeht auch auf das Allgemeine, z. B. aus den Menschen, nicht auf denMenschen Kallias), dann bleibt man hiebei stehen, bis das Untheilbareund höhere Allgemeine sich fixirt hat, z. B. aus dieser Art von Thie-ren das Thier als solches, und so geht es weiter. Es ist nun klar,daß wir die erste Erkenutniß nothwendig durch Induktion gewinnenmüssen, denn auch die sinnliche Wahrnehmung verschafft uns aus die-sem Weg das Allgemeine. Nun sind von den auf das Denken sichbeziehenden Vermögen, wodurch wir die Wahrheit erkennen, die einenimmer wahr, die andern auch dem Jrrthum ausgesetzt, wie z. B. Mei-nung und Verstand, immer wahr aber sind Wissen und Vernunft undzwar ist keine Gattung des Wissens genauer als die Vernunfterkennt-niß, die Principien aber sind bekannter als die Beweise und jedesWissen ist mit Beweisverfahren verbunden: so gibt es es kein solchesWissen der Principien, da aber keine Art von Wissen wahrer sein kannals die Veruunfterkenntniß, so muß die Vernunft die Principien zumGegenstand haben, was aus der bisherigen Betrachtung sich ergibtund daraus, daß das Princip des Beweises nicht ein Beweis ist, alsoauch nicht das Princip des Wissens ein Wissen. Wenn wir nun außerdem Wissen nichts anderes Wahres haben, so muß die Vernunft dasPrinzip des Wissens sein. Sie ist also eigentlich Princip des Prin-cips und das Wissen verhalt sich dann ebenso zu jedem andern Ding').

>) Wie sich die Vernunft zum Wissen verhält.