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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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Die pveiten Anslytika.

Zweites Buch-

Erstes Kapitel.

Eintheilung dessen, was Gegenstand des Wissens ist.

Das, was wir suchen, ist der Zahl nach ganz gleich dem, waswir wissen. Wir suchen aber viererlei: das Daß, das Warum, obetwas ist, was es ist. Wenn wir nemlich entsprechend dieser Auf-zählung suchen, ob dieses oder dieses ist, z. B. ob die Sonne sichverfinstert oder nicht, so suchen wir das Daß. Der Beweis dafür liegtdarin, daß wir alsbald anshören zu suchen, sobald wir gefundenhaben, daß sie sich verfinstert; und wenn wir von vornherein wissen,daß sie sich verfinstert, so fragen wir gar nicht nach dem Ob. Wennwir nun das Daß wissen, so suchen wir das Warum, z. B. wenn wirwissen, daß die Sonne sich verfinstert und daß die Erde sich bewegt, sosuchen wir zu erfahren, warum diese Verfinsterung eintrilt und warumdiese Bewegung ist. So ist es bei diesen Fragen, bisweilen aber suchenwir noch in andrer Weise, z. B. ob ein Centaure oder ein Gott istoder nicht ist "). Hier frage ich schlechthin, ob etwas ist oder nicht ist,nicht aber, ob es weiß ist oder nicht. Wenn wir nun wissen, daßetwas ist, so fragen wir, was es ist, z. B. was denn nun Gott istoder was der Mensch ist.

>) Hier handelt eS sich nicht um ein Prädikat, sondern um dis Sristenj desSubjekts.