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scheu so lange nach dem Warum, und glauben es so lange nicht zu wis-sen, bis wir etwas haben, welches ist und wird, nicht, sofern es einAnderes ist; denn das Letzte ist daun sofort Ziel und Grenze. Z. B.:warum ist er gekommen? Um Geld zu holen; dies; aber, um seineSchuld zu bezahlen, und dieß, um nicht unrecht zu thun, und so gehenwir immer weiter und wenn wir etwas finden, welches nicht mehrdurch ein Anderes oder um eines Andern willen ist, dann sagen wir,durch dieses als das letzte Ziel sei er gekommen und sei und werde,und dann glauben wir am meisten zu wissen, warum er gekommen ist.Wenn nun dasselbe der Fall ist bei allen Ursachen und allem Warum,und wenn wir bei dem, was Ursache ist, am meisten in der angegebe-nen Weise wissen, wenn wir wissen, weßhalb etwas ist, so missen wirdemnach auch bei dem Uebrigen dann am meisten, wenn das Betref-fende nicht mehr ist, sofern es ein anderes ist. Wenn wir also wissen,daß die Außenwinkel vier Rechten gleich sind, weil das Dreieck gleich-schenklig ist, so ist noch die Frage, warum dieß beim gleichschenkligenDreieck der Fall ist? — weil es ein Dreieck ist, und dieses ist es, weiles eine geradlinige Figur ist. Ist es nun dieses nicht mehr, weil esein Anderes ist, dann wissen wir es am meisten. Und dann wissenwir eben das Allgemeine, folglich ist der allgemeine Beweis der vor-züglichere. — Ferner: je mehr etwas ins Einzelne geht, desto mehrgeräth es ins Unendliche, während der allgemeine Beweis zu dem Ein-fachen und Begrenzten gelangt. Nun sind die Dinge, sofern sie un-endlich sind, wißbar — folglich sind sie mehr wißbar, sofern sie allge-mein , als sofern sie Einzeldinge sind. Also ist das Allgemeine mehrbeweisbar. Für dasjenige aber, welches mehr beweisbar ist, gibt esauch mehr einen Beweis; denn das Relative steigert sich mit einander").Folglich ist der allgemeine Beweis vorzüglicher, da er ja in höheremGrad Beweis ist. — Ferner ist doch das vorzüglicher, aus Grund vonwelchem wir dieses und noch etwas wissen, als das, auf Grund vonwelchem man nur dieses weiß; wer nun aber den allgemeinen Beweishat, weiß auch das Einzelne, nicht aber weiß der, welcher das Einzelneweiß, auch das Allgemeine. Somit ist auch von diesem Gesichtspunkt
>) Beweis aber u»b Beweisbares stehen zu einander im Verhältnis der Re-lation.