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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
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Weise'). Da man aber angenommen hat, daß man auch nach untenstehen bleiben muß, so ist klar, daß man auch bei der Negation desZukommens von 6 stehen bleiben muß.

Es ist klar, daß man in jedem Fall an einen Grenzpunkt kommt,auch wenn man den Beweis nicht bloß auf Einem Weg führt, sondernauf allen, das einemal in der ersten Figur, das andremal in der zwei-ten oder dritten; die Wege nemlich des Beweises sind begrenzt, undwenn man Begrenztes in begrenzter Weise vervielfacht, so muß noth-wendig das Produkt wieder begrenzt sein.

So sieht man, daß es bei der Verneinung eine Grenze gibt, beiwelcher man stehen bleiben muß, wenn doch dasselbe auch bei be-jahenden Schlüssen der Fall ist. Daß es aber bei den letzteren soist, wird bei einer allgemein logischen Betrachtung auf folgendeWeise klar.

Zwciundzwlmzigstes Kapitel.

Begrenztheit der Beweise.

Die Sache ist klar bei den Aussagen, welche sich auf das Wesender Dinge beziehen; denn wenn es überhaupt möglich ist, den Begriffeines Dings zu bestimmen, oder wenn es überhaupt eine Erkenntnißdes letzteren gibt, das Unendliche aber nicht erreicht werden kann, somuß nothwendig dasjenige begrenzt sein, was über das Wesen derDinge ausgesagt wird. Im Allgemeinen aber geben wir folgende Be-stimmungen : Man kann in Wahrheit sagen, daß das Weiße gehtund daß jenes Große ein Holz ist, ebenso daß das Holz groß ist unddaß der Mensch geht. Aber es ist ein Unterschied, ob man sich aufdie letztere oder auf die erstere Weise ausdrückt. Wenn ich nemlichsage: das Weiße ist Holz, dann sage ich: dasjenige, welchem dieEigenschaft weiß zukommt, ist Holz, nicht aber sage ich, daß dasjenige,welches Subjekt zu Holz ist, das Weiße ist; denn nicht sofern es weißist oder als wesentlich Weißes ist es Holz, die Aussage gilt also ledig-

*) Einige Menschen V sind nicht weiß 6,Alle Menschen sind Thiere L,

Einige Thiere sind nicht weiß.