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beide Vordersätze falsch sind, als auch wenn nur der eine Vordersatzfalsch ist, bei unmittelbaren Sätzen ein irrthümlicher Schluß sich ergibt.
Sicbenzehntes Kapitel.
Jrrthümliche Schlüsse bei Sätzen, welche einen Beweis zulassen.
Was die Fälle betrifft, in welchen das Zukommen oder Nicht-zukommen nicht unmittelbar gilt, so ist es, wenn der Schluß auf dasFalsche durch das eigenthümliche Mittelglied zu Stand kommt, nichtmöglich, daß beide Vordersätze falsch seien, sondern es kann nur derObersatz fälsch sein. Unter eigenthiimlichem Mittelglied verstehe ichdasjenige, durch welches der Schluß aus das richtige Glied des Wider-spruchs zu Stande kommt. Es soll uemlich X dem 8 zukommen ver-mittelst des Mittelbegriffs 0; da es nun nothwendig ist, 08 bejahendzu fassen, um einen Schluß zu bekommen, so ist klar, daß immer dieserVordersatz wahr sein wird; denn es findet keine Umkehrung statt. DerVordersatz ^.0 aber ist falsch; denn durch dessen Umkehrung erhältman den entgegengesetzten Schluß ^). Ebenso auch, wenn der Mittel-begrisi aus einer andern Begriffsreihe genommen wird, z. B. wenn8 sowohl in dem ganzen ^ ist als auch von dem ganzen 8 ausgesagtwird; nothwendig muß dann der Vordersatz v 8 bleiben, der andereaber muß umgekehrt werden, so daß immer der eine Vordersatz wahrist, der andere immer falsch. Und dieser Jrrthum ist eigentlich der-selbe , wie wenn der eigenthümliche Mittelbegriff verwendet wird 2).Wenn aber der Schluß nicht durch den eigenthümlichen Mittelbegriffzu Stande kommt, so müssen, wenn der Mittelbegriff unter ä. begriffenist, und keinem 8 zukommt, beide Vordersätze falsch sein. Man mußuemlich die Vordersätze in einer ihrem richtigen Ausdruck entgegen-gesetzten Weise fassen, wenn ein Schluß sich ergeben soll; faßt man sie
ff Nichts BerniinftigeS 6 ist lachfähig L,Jeder Mensch U ist vernünftig,
Kein Mensch ist lachsähig.
") Nichts aufrecht Gehendes v ist lachfähig ä,Jeder Mensch U geht ausrecht,
Kein Mensch ist lachfähig.