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Sache des Physikers, die Kenntniß des Warum Sache des Optikers,entweder schlechthin oder als Mathematiker. Dieses Verhältniß findetübrigens auch bei manchen Wissenschaften statt, welche nicht im Ver-hältniß der Unterordnung zu einander stehen, z. B. zwischen der Heil-künde und Geometrie; daß nemlich die kreisrunden Wunden lang-samer heilen, das zu wissen ist Sache des Arztes, warum, Sache desGeometers.
Vierzehntes Kapitel.
Die erste Schlußfigur eignet sich am meisten für das eigentliche Wissen.
Unter den drei Figuren des Schlusses ist die erste am meistengeeignet, ein wirkliches Wissen hervorzubringen. Sie ist es ja auch,wodurch die mathematischen Wissenschaften ihre Beweise gewinnen,wie die Arithmetik, die Geometrie, die Optik und überhaupt so ziem-lich alle Wissenschaften, welche die Untersuchung des Warum zumGegenstand haben; entweder durchaus oder doch gewöhnlich und inden meisten Fällen ist es die erste Figur, wodurch der Schluß aus dasWarum zu Stande kommt. Woraus man denn sieht, daß dieß dieam meisten zum Wissen führende, die wissenschaftlichste Figur ist; dieBetrachtung des Warum bildet ja das Hauptstück des Wissens. So-dann ist es auch nur vermittelst dieser Figur möglich, das Wissen desWesens, was etwas ist, zu gewinnen. Nemlich in der zweiten Figurgibt es keinen bejahenden Schluß, das Wissen des Was aber verlangteine Bejahung; und in der dritten Figur gibt es zwar eine Bejahung,aber kein Allgemeines, das Was aber ist etwas Allgemeines; derMensch z. B. ist ja nicht nur in gewisser Beziehung ein zweifüßigesThier. Ferner bedarf die erste Figur der beiden andern nicht, dagegenwerden die andern durch die erste verstärkt und erweitert, bis man zudem Unmittelbaren gelangt. So ist also klar, daß die erste Figur sürdas Wissen in erster Linie zur Anwendung kommt.