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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
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von einem Andern, weil es von Mehrerem gilt, daher macht es fürden Schlußsatz nichts aus, ob der Mittelbegriff nicht nur das dritteselbst ist, sondern auch nicht. Ueberhaupt wird der Satz, daß man be-jahen oder verneinen muß, in dem Beweis angenommen, welcher aufdas Unmögliche zurückgeht, und zwar nicht immer allgemein, sondernsoweit es nöthig ist, nöthig aber ist es in Beziehung auf die Gattung.Wenn ich sagein Beziehung auf die Gattung", so meine ich damitdie Gattung, auf welche der Beweis sich bezieht, wie dieß schon obengesagt worden ist *).

Es haben aber alle Wissenschaften die allgemeinen Begriffe mit-einander gemein. Unter den allgemeinen Begriffen verstehe ich das,was man braucht, um daraus zu beweisen, nicht aber das, von wasman beweist und auch nicht das, was man beweist. So hängt auchdie Dialektik mit allen Wissenschaften zusammen; ebenso wenn einerversuchte, allgemein die allgemeinen Sätze zu beweisen, z. B. daß manimmer bejahen oder verneinen muß, oder daß Gleiches von Gleichemabgezogen Gleiches gibt u. dgl. Die Dialektik aber hat es nicht mitirgend welchen so bestimmten Begriffen zu thun noch mit irgend einerbestimmten Gattung, sonst würde sie nicht der Fragen sich be-dienen ; beim Beweisen nemlich sind die Fragen nicht zuläßig, weilnicht ebendasselbe bewiesen wird, wenn Widersprechendes gesetzt ist^).Dieß ist übrigens in der Lehre von den Schlüssen gezeigt worden ^).

Zwölftes Kapitel.

Vom Gebrauch der Fragen beim Beweis; von Trugschlüssen,Einwürsen, falscher Form der Schlüsse.

Wenn eine syllogistische Frage und ein zu einem Widerspruchgehörender Vordersatz identisch sind, Vordersätze aber in jeder Wissen-schaft dasjenige sind, woraus der Schluß sich ergeben muß, der aus diebetreffende Wissenschaft sich bezieht, so ergibt sich, daß es eine Art von

>) K. 10.

2> Der Beweisende muß von bestimmten Sätzen ausgehen und darf sich nichtder Willkühr des Antwortenden überlassen,ö) S. xr. II. IS.