dingen zeigt, daß der Oberbegriff dem Mittelbegriff zukommt und daßsie den Schluß nicht an den Unterbegriff anknüpst, während das Bei-spiel das letztere thut und nicht aus allem den Beweis liefert.
Fünfmidzwanzigstes Kapitel.
Vom „apagogischen" Schluß').
Ablenkung (Apagoge) findet statt, wenn es klar ist, daß derOberbegriff dem Mittelbegriff zukommt, aber das, daß der Miltel-begriff dem Unterbegriff zukommt, zwar nicht klar, aber doch ebensogewiß oder noch gewisser ist als der Schlußsatz; ferner wenn derMittelglieder zwischen Unterbegriff und Mittelbegriff wenige sind; ausalle Fälle nemlich kommen wir so dem Wissen näher. Z. B. sei —lehrbar, 6 — Wissenschaft, 0 — Gerechtigkeit. Nun ist klar, daß dieWissenschaft lehrbar ist, ob aber die Tugend lehrbar ist, ist unklar.Wenn nun 80 ebenso oder noch mehr gewiß ist, als -4.0, so ist dießAblenkung; denn man kommt näher zum Wissen durch Hinzu,,ahmevon -40, während man vorher kein Wissen hatte ^). Oder fernerwenn der Mittelglieder für 8 6 wenige sind, denn auch so kommt mandem Wissen näher. Z. B. wenn v ist — auf's Quadrat bringen,Q — geradlinig, k? — Kreis; wenn es nun für L8 nur Ein Mittel-glied gibt, das, daß vermittelst der Halbmonde der Kreis der gerad-linigen Figur gleich wird, so kommt man so dem Wissen näher ^).Wenn aber 80 weder gewisser ist als ^40, noch der Mittelgliederwenige sind, so nenne ich es nicht Ablenkung; auch nicht wenn 80unvermittelt ist; denn dann ist es Wissen.
') Wohl zu unterscheiden von dem in der jetzigen Logik so genannten Verfahren.Jede Wissenschaft L ist lehrbar -V,
Jede Gerechtigkeit 6 ist eine Wissenschaft,
Jede Gerechtigkeit ist lehrbar.
') Jede geradlinige Figur b! wird auf'S-Quadrat gebracht v.
Jeder Kreis K wird in eine geradlinige Figur verwandelt,
Jeder Kreis wird aus's Quadrat gebracht.