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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
Seite
179
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Faßt man es aber nicht so >), so erhält man keinen Schluß,außer einen solchen, welcher das Denkbare enthält, letzteres aberist nicht unmöglich, denn es ist ja denkbar, daß keinem Menschendie Gesundheit zukommt. Ferner in der zweiten Figur wird sichdas Falsche ebenso Herausstellen, denn die Gesundheit kann zwar keinerKrankheit, wohl aber jedem Menschen zukommen, so daß keinemMenschen Krankheit zukäme^). In der dritten Figur liegt das Falscheauf der Seite des Denkbaren ^), denn es ist denkbar, daß Gesundheitund Krankheit, Wissen und Unwissenheit und überhaupt das Entgegen-gesetzte Einem und demselben zukommt, unmöglich aber können sie ein-ander zukommen. Dieß ist aber nicht im Einklang mit dem früherBemerkten^); wenn nemlich denkbarer Weise Einem und demselbenmehreres zukommen konnte, konnte dieses auch einander zukommen.

Man sieht also, daß in allen diesen Fällen der Grund des Jrr-thums darin liegt, daß die Begriffe nicht richtig gefaßt sind; nimmtman nemlich dafür das in dem und dem Zustand Befindliche, so ergibtsich nichts Falsches. Klar ist also, daß man in derartigen Vordersätzenimmer das im Zustand Befindliche statt des Zustandes nehmen undals Begriff setzen muß.

Fiinsmlddreißigstes Kapitel.

Die einzelnen Begriffe können bisweilen nicht durch je Ein Wortausgedrückt werden.

Man muß nicht immer daraus bedacht sei», daß man die Begriffemit einem bestimmten Wort ausdrücke; denn oft gibt es Begriffe, für

1) Faßt man den Obersatz so:

Es ist denkbar, daß dem Kranken Gesundheit nicht zukomme,so erhält man den Schluß:

ES ist denkbar, daß jedem Menschen Gesundheit nicht zukommt

2) Gesundheit kommt keiner Krankheit zn,

Gesundheit kommt jedem Menschen zu.

Jedem Menschen kommt keine Krankheit zn.

Setzt man den Obersatz:

Gesundheit kommt keinem Kranken z»,so zeigt sich das Falsche unmittelbar.

o) D. h. statt assertorisch sollten die Sätze problematisch auSgedräckt sein."1 S. Figur III. u.