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das einfache und das nothwendige Zukomnicn, denn der bejahendeSatz wird aufgehoben durch den verneinenden und der verneinendedurch den bejahenden. Es bleibt also mir ein Schluß aus das denk-bare Zukommeu übrig; dieß aber ist unmöglich, denn es ist gezeigtworden, daß bei solchem Vsrhältniß der Begriffe zu einander derOberbegriff dem Unterbegriff ganz zukommen muß und möglicherweisegar nicht zukommt. Es gibt also keinen Schluß aus das denkbare Zn-kommen; denn das Nothwendige verstehen wir ja nicht unter deinDenkbaren.
Es ist aber auch klar, daß, wenn die Begriffe allgemein sind inden das Denkbare enthaltenden Vordersätzen, immer ein Schluß sichergibt nach der ersten Figur, mögen dieselben bejahend oder vernei-nend sein, nur ist der Schluß bei bejahenden Vordersätzen vollständig,bei verneinenden unvollständig. Man muß aber das „Denkbarsein"nicht mit dem Nothwendigen identifiziren, sondern es nach der vonuns gegebenen Definition fassen. Bisweilen wird dieß freilich nichtbeachtet.
Fünfzehntes Kapitel.
Von den Schlüssen der ersten Figur aus einem einfachen undeinem problematischen Vordersatz.
Nimmt man an, daß der eine der Vordersätze ein einfaches Sein,der andre ein denkbares Sein enthält und daß zugleich der Obersatzdas denkbare Sein ausspricht, so werden alle Schlüsse vollständig seinund das denkbare Sein enthalten nach der aufgestellten Definition;spricht aber der Untersatz das denkbare Sein aus, so sind die Schlüssealle unvollständig und die verneinenden Schlüsse sprechen nicht dasdenkbare Sein nach unserer Definition aus, sondern das, daß etwaseinem andern gar nicht oder nicht ganz zukomme; denn was ihm noth-wendig gar nicht oder nicht ganz zukommt, von dem sagen wir, es seidenkbar, daß es ihm gar nicht oder nicht ganz zukomme. Es sei denk-bar, daß ^ dem ganzen 6 zukomme, L aber soll dem ganzen 0 zu-kommen. Da nun 0 unter L begriffen ist, dem ganzen Ü aber ^denkbarerweise zukommt, so ergibt sich, daß es auch dem ganzen 0