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es auch denkbar, daß es allem nicht znkomme. Ebenso ist es auch beiden partikulären Bejahungen, der Beweis ist derselbe. Solche Sätzeaber sind bejahend, nicht verneinend; das „Denkbarsein" wird ebensobehandelt wie das Sein, wie früher gesagt worden ist ^).
Nach diesen Bestimmungen sagen wir nun weiter, daß das Denk-barsein in einem doppelten Sinn gebraucht wird: l) verstehen wirdarunter das, das; etwas gewöhnlich geschieht, ohne daß es nothwendigist, z. B. daß ein Mensch grau wird oder wächst oder abnimmt, oderüberhaupt daß das ist, was von Natur ist (dieses schließt nemlich nichteine stete Nothwendigkeit in sich, weil nicht immer ein Mensch ist; istjedoch ein Mensch, so ist es entweder nothwendig oder doch gewöhn-lich) ; die zweite Bedeutung ist die des Unbestimmten, was so und nichtso sein kann, z. B. daß ein Thier geht, daß, während es geht, einErdbeben eintritt, oder überhaupt gehört hieher das durch Zufall Ge-schehende ; denn dieß kann ebenso gut in dieser Weise sein als in derentgegengesetzten. Es läßt sich nun immer das Denkbare umkehren inden gegenüberstehenden Satz, jedoch nicht immer aus dieselbe Weise,sondern das Sein des Natürlichen läßt sich vertauschen mit dem nichtnothwendigen Sein (denn in diesem Sinn ist es denkbar, daß ein Menschnicht grau wird), das Unbestimmte aber mit dem, was ebenso gut soals anders ist. Eine Wissenschaft nun und ein beweisendes Schluß-verfahren gibt es beim Unbestimmten nicht, weil das Mittelglied nichtfeststeht, wohl aber für das Natürliche, nnd wenn man das Denkbarezum Gegenstand von Erörterungen und Untersuchungen macht, so hatman meist die letztere Bedeutung im Auge; was das Denkbare imandern Sinn betrifft, so ist es zwar möglich, Schlüsse zu machen, aberes ist nicht gewöhnlich, derartige Untersuchungen anzustellen.
Dieß wird nun im Folgenden noch genauer bestimmt werden;zunächst sagen wir, wann ein Schluß möglich ist und wie er beschaffenist, wenn die Vordersätze Denkbares aussprechen. Es ist aber derAusdruck: „es ist denkbar, daß dieses jenem zukomme" in zweifachemSinn zu nehmen; entweder besagt er: „welchem jenes zukommt" oder„welchem jenes zukommen kann"; nemlich wenn ich sage: „es ist denk-bar, daß L. demjenigen zukommt, von welchem 8 ausgesagt wird," so
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