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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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bezeichnet werden, alles Andere ist nicht etwas Quantitatives an undfür sich, sondern wenn cs je so genannt wird, so geschieht dich nur inaccidenteller Weise.

Ferner ist dem Quantitativen nichts entgegengesetzt. Bei dembestimmten Quantitativen ist dieß ganz klar; z. B. dem Zweielligen,Dreielligen, der (bestimmten) Fläche und dergl. kann nichts entgegen-gesetzt sein. Hier gibt es keinen Gegensatz, man müßte denn etwa sagen,das Viele sei entgegengesetzt dem Wenig oder das Große dem Kleinen.Allein diese Begriffe gehören nicht zum Quantitativen, sondern viel-mehr zum Relativen, denn nichts wird an und für sich groß oder kleingenannt, sondern nur sofern es auf ein Anderes bezogen wird; z. B.ein Berg wird klein genannt, ein Hirsenkorn dagegen groß, sofern dasletztere größer ist als andere von seiner Gattung, der Berg aber kleinerals andere Berge. Also immer Beziehung auf ein Anderes; dennwenn wirklich etwas an und für sich groß oder klein genannt würde,so könnte der Berg niemals als klein bezeichnet werden, und dagegendas Hirsenkorn als groß. Ebenso sagen wir, in einem Dorf seien vieleMenschen und in Athen seien wenige, während hier doch viel mehrsind als dort, oder: in dem Haus seien viele Menschen, im Theateraber wenige, während in letzterem doch viel mehr sind. Ueberdieß be-zeichnen das Zweiellige, Dreiellige u. s. f. ein (bestimmtes) Quantita-tives, während das Große und Kleine nicht ein Quantitatives, sondernvielmehr ein Relatives bezeichnen, denn wenn man groß und klein sagt,so hat man dabei immer ein Anderes im Auge. Es ist also klar, daßdas letztere in die Klasse des Relativen gehört.

Indessen mag man nun annehmen, es sei etwas Quantitativesoder nicht, jedenfalls kann dabei nicht von Entgegengesetztem die Redesein, denn was nicht an und für sich genommen werden kann, sondernimmer auf ein Anderes bezogen wird, dem kann man doch nicht wohlein Entgegengesetztes gegenüberstellen. Zudem wenn das Große undKleine einander entgegengesetzt sein sollten, so würde sich ergeben, daßebendasselbe zugleich das Entgegengesetzte in sich ausnähme und daßGroß und Klein sich selbst entgegengesetzt wären. Denn es kommtdoch manchmal vor, daß ebendasselbe zugleich groß und klein ist, es istnemlich klein in Beziehung zu diesem und zugleich groß in Beziehungzu etwas Anderem. So müßte also ebendasselbe zu ebenderselben Zeit