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Thier; denn das erstere ist dem bestimmten Menschen mehr eigen-Ihümlich, wahrend das letztere das allgemeinere ist. Ebenso wird manbei der.Erklärung eines bestimmten Baums deutlicher sein, wenn mansagt, derselbe sei ein Baum, als er sei eine Pflanze.
Ferner werden die ersten Substanzen in ganz besonderem Sinndeßhalb als Substanzen bezeichnet, weil sie allem Andern zu Grundliegen und weil alles Andre von ihnen ausgesagt wird oder in ihnenist. Und wie sich die ersten Substanzen zu allen. Andern verhalten, soverhält sich auch die Art zur Gattung; die Art liegt nemlich der Gat-tung zu Grund und die Gattungen werden von den Arten ausgesagi,nicht aber kann man umgekehrt die Arten von den Gattungen aus-sagen. Es ergibt sich also auch hieraus, daß die Art mehr Substanzist als die Gattung. Von den Arten selbst aber, welche nicht wiederGattungen sind, ist keine in höherem Grad Substanz als die andere;denn wenn man vom einzelnen bestimmten Menschen sagt, er seiMensch, so ist diese Erklärung nicht verständlicher, als wenn man vomeinzelnen bestimmten Pferd sagt, es sei Pferd. Ebenso ist auch unterden ersten Substanzen nichts in höherem Grad Substanz als dasandere, der einzelne Mensch ist in keiner Hinsicht mehr Substanz, alsder einzelne Stier.
Es ist nun ganz begründet, wenn man nach den ersten Sub-stanzen einzig und allein die Arten und die Gattungen als zweiteSubstanzen bezeichnet, denn diese allein von allem, was ausgesagtwird, sind es, welche die erste Substanz angeben. Soll man nemlichdas Wesen des bestimmten einzelnen Menschen erklären, so wird dieseErklärung verständlich sein, wenn man es durch die Art oder Gat-tung erklärt, — und zwar ist die Erklärung durch den Artbegriff„Mensch" verständlicher als die durch den Gattungsbegriff „Thier";irgend welche andere Erklärung dagegen wird vom Ziel abführen,wie wenn man sagte: weiß, oder: er läuft, oder sonst eine Bezeichnungangäbe. Es ist also ganz richtig, wenn man mir noch die Arten undGattungen als Substanzen bezeichnet.
Ferner kommt den ersten Substanzen der Name Substanz imeigentlichsten Sinn deßhalb zu, weil sie allem Andern zu Grundliegen. Wie sich aber nun die ersten Substanzen zu allem An-