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Farbe, Schall, Geruch durch allzu große Intensität nicht dasThier selbst vernichten, sondern nur die Sinnesorgane, — außeretwa in accidenteller Weise, wie z. B. wenn mit dem Schall einStoß und Schlag verbunden ist und so wird durch Gesehenesund durch Geruch Anderes bewegt, was dann durch Berührungzerstört. Auch der Geschmackssinn zerstört nur insofern, als erzugleich das Tastvermögen in sich enthält. Dagegen die großeIntensität des Tastbaren, wie des Warmen, Kalten und Festen,zerstört das Thier selbst; denn jedes Allzuviel eines Wahrnehm-baren zerstört das betreffende Organ, also auch das Tastbare denTastsinn. Dieser aber ist das Fundament des Lebens; es ist jagezeigt worden, daß kein Thier ohne Tastsinn cxistiren kann. Alsodie allzugroße Intensität des Tastbaren zerstört nicht bloß dasSinnesorgan, sondern auch das Thier selbst, sofern der Tastsinnallein ein nothwendiges Attribut des Thiers ist. Die andernSinne hat das Thier, wie oben bemerkt, nicht um existiren zukönnen, sondern um des Wohlbefindens willen: das Gesicht ist dazum Sehen, sofern das Thier in der Luft oder im Wasser, über-haupt im Durchsichtigen ist, der Geschmackssinn ist da um desAngenehmen und Unangenehmen willen, um dieses, sofern es inder Nahrung ist, wahrznnehmen, darnach zu begehren und dadurchbewegt zu werden, das Gehör ist da, damit es dem Thier etwasanzeige, die Zunge, um einem Andern etwas anzuzeigen
>) D. h. wenn mit dem Donner der Blitz verbunden ist; das aber, was dasganze Thier zerstört, ist nicht der Donner, sondern der Blitz, und zwar der Schlag,nicht die Farbe des Blitzes.
-) Der Zusatz über die Zunge gehört ohne Zweifel nicht her; er ist wohlentstanden durch falsche Auffassung des vorhergehende» o?ra,x re tti/va),
als ob das Thier Subjekt und «rit'ai reflexiv zu fassen wäre, es ist aber areo>iSubjekt und «vrai — dem Thier, zu lesen. Daher auch die Emendation vonTorstrik tturtzs wohl nicht nöthig ist.
Druck von C. Hoff mann in Stuttgart.