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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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sonst wäre das Wahrnehmende eine Größe "); allein der Begriffder Wahrnehmungsfähigkeit und des Sinnes ist nicht eine Größe,sondern es ist eiu gewisses Verhältniß und eine Potenz des be-treffenden Organs. Hieraus ist auch klar, weßhalb eigentlich dieallzu starke Wahrnehmung das Wahrnchmungsorgan verderbt undunfähig macht; wenn nemlich die Bewegung stärker ist, als dasOrgan, so wird das Verhältniß zerstört (dieses aber ist, wie ge-sagt, die Wahrnehmung), in derselben Weise wie die Harmonieund die Melodie zerstört wird, wenn man die Saiten zu starkanschlägt. Und ferner, wie kommt es, daß die Pflanzen nichtwahrnehmen, da sie doch ein gewisses Theil von Seele in sichhaben und von dem Tastbaren afficirt werden? sie werden jawarm und kalt. Die Ursache ist aber die, daß sie nicht ein Ver-mittlungsorgan ?) haben, noch ein solches Princip, welches imStande wäre, das Wahrnehmbare der Art nach aufzufassen, viel-mehr ist ihr Princip der Art, daß sie mitsamt der Materieafficirt werden. Man kann nun aber im Zweifel sein, obvon dem Geruch wohl dasjenige afficirt werden kann, welchesnicht riechen kann, oder von einer Farbe dasjenige, welches nichtsehen kann u. s. f. Ist nun Geruch das Riechbare, so bewirktder Geruch, wenn er überhaupt etwas bewirkt, eben das Riechen;so daß also dasjenige, welches nicht fähig ist zu riechen, nichtafficirt werden kann von dem Geruch, und dasselbe findet stattauch bei den übrigen Sinnen und auch das, was zu riechenfähig ist, lediglich insofern, als es die Fähigkeit der Wahrnehmungbesitzt. Dasselbe wird auch auf folgende Weise deutlich: wederLicht und Finsterniß noch Schall noch Geruch wirken auf denKörper, sondern dasjenige, in welchem sie sind, wie z. B. dieLuft, welche mit dem Donner verbunden ist, es ist, welche dasHolz spaltet. Dagegen das Tastbare und der Geschmack der

Z. B. Sehen und Auge sind zwar eins, nicht trennbar, aber doch demBegriff nach verschieden, sonst würde der Gesichtssinn etwas Materielles sein, er istaber etwas Dynamisches.

2) Welches Kriterium ist für die betreffenden Gegensätze.

3) Nemlich der Geruch, welchen die Dinge von sich geben, «xx. der Ge-ruchssinn.