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5 (1891) Schrift über die Seele, Organon
Entstehung
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als Materie was an und für sich noch nicht ein bestimmtes,ein Dieses ist, das andere als Gestalt und Form, rücksichtlichwelcher man nun von einem Diesen spricht, und drittens daSaus Materie und Form Zusammengesetzte. Nun ist die MateriePotenzialität, die Form aber Entelechie, Aktualität, und letzteresist wieder in doppelter Weise zu verstehen, nemlich einmal so wiedas Wissen, sodann so wie das Betrachten.

Substanzen nun scheinen ganz besonders die Körper zu sein

Potenzialität, zur Wirklichkeit, Aktualität, oder

das Werde« setzt also ein Substrat voraus, welches zwar noch nicht Dieses oderJenes ist, in sosern es ein relativ NichiseicndeS ist, aber eS werden kann. Diesesrelativ Nichtseiende ist eben die Materie, Abstrahiren wir schlechthin von

allem bestimmten Gewordensein, denken wir uns daS, was noch nichts ist, aberalles werden kann, ein Subjcct, welches »och kein Prädikat hat, aber alle Prädi-kate in sich aufnehmen kann, so haben wir die Materie des Arist., die reine Po-tenzialität, und insosern ist Materie, Potenzialität, ckr/ure,t»?. <Gena»erunterscheidet sodann Arist. eine Ur-Materie, ü'H-z die Materie ganz ab-strakt gedacht, wie sie in Wirklichkeit nicht vorkommt, von der der

Materie, aus welcher unmittelbar etwas wird, wie z, B. das Erz die rÄhder Bildsäule ist, während die Ur-Elcmcnte sind, aus welchen das

Erz selbst wird.) Inden, nun die Potenz zur Aktualität sortschrcitet, ist letztereschon in jener enthalte», sie gestaltet sich aber auS der Materie erst heraus durchdie Form, welche zur Materie hinzu kommt. Wie daher Materie und Potenz ein-ander entsprechen, so andrerseits Form und Aktualität. Durch die Form wird dieMaterie aktuell, es entsteht eine geformte Materie, das das Ganze, eben

die Substanz, als Einzelwesen. Die Aktualität bezeichnet Arist. mitund ir-rkXH-kt«, Ausdrucke, welche in der Regel nicht unterschieden werden; wennauch bisweilen eine Unterscheidung gemacht zu werden scheint, so ist dich je »achden, Zusammenhang der betreffenden Stellen wechselnd, so daß sich in dieser Be-ziehung kein fester Sprachgebrauch Nachweisen läßt <s. Zeller II. 2, S. 2S4). DieEntelechie ist aber wieder aus zweierlei Weise zu verstehen: unter

versteht Arist. die Aktualität als Zustand, relativ ruhenden Habitus, wiedaS Wissen, welches ist, aber nicht in jedem Augenblick in Bewegung, wirklicherAusübung begriffen ist, und zweitens in der Weise des BelrachtcnS, d. h. des inAusübung begriffenen Wissens, als bewegte Thätigkcit. Hiernach ist die MateriedaS, was weder Form »och Bestimmtheit hat,das Weder.Noch aller Gegen-sätze und Bestimmungen", das abstrakt gedachte, allgemeinste Substrat, daS Unbe-grenzte und Unendliche, als solches unerkennbar; dagegen dis Form ist das Be-stimmte, Begrenzte, Erkennbare; Materie und Form gehen unmittelbar zur Einheitzusammen, die Form ist die Wirklichkeit dessen, was der Möglichkeit nach die Formin sich enthalt.