Druckschrift 
7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
190
Einzelbild herunterladen
 

190

daß sie die Hinterbeine zu den vorderen hcranzichcn und darunterstellen^so daß sie fast zusammenstoßen. Wenn sie die ersten Tage ohne Futterbleiben und dann in's Toben gerathen, so hilft man durch Blutlassenund Verschneiden. 2. Es befällt sie auch der Tetanus °); ein Zeichenist, daß alle Adern, auch Kopf und Nacken gespannt sind und sie mitsteifen Beinen einherschreitcn. Die Pferde werden auch eiterig^). Esbefällt sie ferner eine andere Krankheit, die man Krithia ') nennt. EinZeichen dieses Erkrankens ist es, daß der Gaumen weich und der Athemheiß wird; sie sind unheilbar, wenn sie nicht von selbst aushören.Ferner das sogenannte Nymphian ^), wobei es sich ereignet, daß es er-

'<57k jU^7L <57()o-

Y00V5 62 Xttö V7r5(»^6^x67tt)

Nach 6s1s. äs msä. IV, 13 nannte DiocleS Carystius diese Krankheit des Dünn-darms des Dickdarms cr^Lox, während die meisten Aerzte seiner

Zeit die erste Krankheit ke^Lo§, die letztere xw^xor/ nannten. Dgl. auch Hix-xoer. äs mord. III, 5; äs mord. intsrn. V; Vsgst. ^lulomsä. I, 41. Alles inAllem handelt es sich um ein entzündliches, mit hartnäckiger Obstruktion verbun-denes, schmerzhaftes Leiden des Unterleibes, also Lntsritis, Volvulns, IIsus, viel-leicht auch Ilsrnia inoaresrata. WaS übrigens das Verschneiden (exrHu^or^kx)dabei nutzen solle, ist nicht wohl einzusehen, allein die Alten hatten oft komischeGrundsätze. Auch beim Podagra verschnitten sie, Vsgot. Llnlomsä. II, 83, namxoäa^rs. rs.ro vsxat snnuolws.

ok. Os-Isn msäis. 237 : (7L7ttr^o5 2ck7r tt7k07«ckt5 x«^7a-r- k'r, 70- <7a-'^tt7t 7rttr^7M^ 7L xttL 7k7ar/o5

e<77L <57r«<7^05 L7r' ^/k7tt 70V 7oV L/ixe<7^«L XttL

7c?5 7L 7oue otsor/7«5 Xtti. ^t^7k 7or^

X. 7. /(.), also Starrkrampf, derirismus und tstanus der heutigen Aerzte, wie er unter andern bei Verwundungen(als Wundstarrkrampf) eintritt. Osis. äs msä. IV, 3 bemerkt, daß die Griechenauch diejenige Starrkrampfform, bei welcher der Hals gerade auSgestreckt ist (imGegensätze zum /^L7r(>ockAo7o^o5 und o7rt<7,-o7or'<i§), insbesondere mit demNamen 7L7«^ox bezeichneten. Paul Aegineta (II!, 20) dagegen versteht unter7 27tt^ot unfern 7r^ev(»o(r^o7o^s5.

6) L^TrvvL die Annahme, daß dies auf Rotz oder Wurm zu deuten fei,entbehrt jeden Grundes; L^Trr-vL sind vielmehr, wie auS der klassischen Darstellungbei Galen (eommont. in Ilixxoer. xroxnsstiea II, 60) und sonst deutlich erhellt,Lungenschwindsüchtige.

7) X(>lALttr/ diese Krankheit ist nach den kümmerlichen Angaben nicht zubestimmen.

2) die Angaben können sich wohl nur auf den Koller beziehen.