167
nämlich beim Hinziehen in's adriatische Meer nicht gefangen, beimHinauszichen dagegen werden sie gefangen"). 5. Die hincin-schwimmcnden Thune halten sich an der rechten Seite der Küste, diehinausschwimmendcn aber an der linken, und dies thun sic, wie einigesagen, weil sie mit dem rechten Auge schärfer sehen ") (von Natur sindsie nicht scharfsichtig). Den Tag Liber nun ziehen die Zugfische, desNachts aber ruhen sie aus und weiden, wenn kein Mondschein ist, sonstaber ziehen sie auch und ruhen nicht ans. Es behaupten iudeß mancheStrnndbcwohncr, daß sie, wenn die Wintersonnenwende eintritt, sichgar nicht mehr rühren, sondern, wo sie gerade von derselben ereilt wer-den, bis zur Tag- und Nachtgleiche ruhen. 6. Die Kolicn") nunwerden beim Hineinschwimmcn gefangen, beim Herausschwimmenweniger, am besten sind sie indeß in der Propontis vor dem Laichen.Die übrigen Zugfische werden aber mehr beim Herauszichen aus demPontus gefangen und sind dann besser; wenn sie aber hincinschwimmen,werden ganz nahe an der Küste die fettesten gefangen, je mehr hochsee-wärts, immer magrere. Oft aber auch, wenn den Kolien und Skomb-ren ") ein Südwind entgcgenweht, werden sie noch tiefer abwärts alsLei Byzanz gefangen. Sie vollbringen also ihre Wanderungen in dieserWeise.
Scchszchntcs Kapitel.
1. Derselbe Zustand tritt auch bei den Landthieren rücksichtlich desVerbergcns ein; gegen die Winterszeit drängt es sie, sich zu verbergen,zur wärmern Jahreszeit kommen sie aber wieder zum Vorschein. DieLhiere verbergen sich aber zum Schutze gegen das Uebcrmaß beider
Die genannten Fische zogen also vom Mittelmeer durch die PropontisMarmarameer) in de» Pontus (schwarzes Meer) und kehrten aus demselben Wegezurück; dis Trichien wurden bei diesen Rückzügen nicht bemerkt; bas erklärteman damit, daß sie die Donau hinansstiegen und durch den imaginären Gabel-arm desselben in's adriatische Meer gelangten, (ok. Min. d. nat. IX. 20.) Usberdas Tatsächliche ist nicht? bekannt.
''p Ok. Lol. Mot. LN. IX, 12; Mut. äo sol. an. 29; Min. bist. nat.IX. 20. Ueb-r die Thunzüge ck. auch Strabo VI, 6, 2.
45) re/ — ok. Naturg. d. Th. II, S. 78, Anm. 6.
4S) <rxo,u^oe — ck. Anm. 35 zum 2V. Kap. des 8. Buchs.