untcr den Thicrm die leckerhnftcstcn ^). Diese nun und die übrigen,welche eine schwammige Lunge haben, trinken wenig; eine schwammige undblutnrmcLungchaben aber alle Verlegers. Die Schlangen sind auch nachWein lüstern, daher fangen manche auch die Vipern '), indem sie ihnenWein in Schalen in den Zäunen hinstcllcn; berauscht werden sie näm-lich gefangen b). Die Schlangen, welche Fleisch fressen, saugen dasThier, das sie verschluckten, aus und geben es ganz durch den Abgangwieder von sich^); nahezu thun das auch die übrigen derartigen, z. B.die Spinnen, nur daß die Spinnen sie außerhalb aussaugen, dieSchlangen dagegen im Magen >"). 2. Die Schlange ergreift nun dasDargebvtcne, wo es ihr zufällt — sie verzehrt nämlich sowohl Vögel-chen als Thiere und schlürft Eier aus, — hat sie es ergriffen, so ziehtsie es zurück, bis sie das Ende erreicht und es in gerade Richtung ge-bracht hat, sodann zieht sie sich dergestalt zusammen und drängt sichans einen kleinen Raum ein, daß das Verschluckte, wenn sie sich ans-dehnt, abwärts gelangt; dies thut sie, weil ihre Speiseröhre dünn undlang ist^'); sowohl die Phalangen ") als die Schlangen können indes;lange ohne Nahrung leben. Dies kann man an den bei den Apothekerngehaltenen beobachten.
5) — ok. So pari. II, 17; wegen der gespaltenen Zunge
sollten sie de» doppelten Genuß haben; doch ist die Zunge bei den Schlangen mehrTust- als Geschmacksorgan.
da pari. Ill, «; Theile d. Th. S. 92.b — ct'. Raturg. d. Th. I, S. 23, Anm. 12; II, S. 188,
Anin. I.
or Xol. bist. an. XVII, 5; Min. bist. nat. X, 98, sind iudeß Fabeln.2) Im Kege,itheil, selbst die Knochen der perschluckten Thiere werden auf-gelöset und die Excremente bilden eine breiige Masse; Federn und theilweise auchHaare werden, oft mit Knochenstücken untermengt, zuweilen nach Art der Raubvögelals Gewölle ausgebrochen.
Wie sehr diese Vergleichung hinkt, leuchtet ein.
II) Diese Schilderung der Art, wie die Schlange ihre Beute verschlingt, isteben nicht sehr deutlich; ok. Xol blot. an. VI, 18. Sie suchen das Thier amKops- zu «greisen und schieben abwechselnd den Unter- und Oberkiefer über das-selbe weiter vor, bis es ganz im Rachen steckt, wobei die giftigen ihre Giftzähnewie Taschenmesser eingeklappt haben, da diese sonst hinderlich oder auch gefährdetsein wurden.
— ck. Naturg. d. Th. II, S. 57, Anm. 18.