105
iier"), während einige nur eins, andere viele Junge gebären, schwanktdas Geschlecht der Menschen zwischen beiden; zumeist nämlich und bei denmeisten Völkern gebären die Weiber eins, oft aber auch und vielerwärtszwei, wie iu Aegypten ; sie gebären indeß auch drei bis vier, besondersan einigen Orten, wie früher gesagt wurdet; höchstens aber werdenfünf an der Zahl geboren^), dies wurde nämlich schon und bei meh-reren tatsächlich beobachtet. Eine gebar sogar einmal in vier Geburtenzwanzig, sic gebar nämlich jedesmal fünf und die meisten von ihnenkamen auf. Bei den übrigen Thieren nun wird, wenn die ZwillingeMännchen u n d Weibchen sind, keins weniger ausgezogen und erhalten,als wenn sie Männchen oder Weibchen sind; bei den Menschen aberwerden wenige Zwillinge erhalten, wenn eins ein Knabe, das andre einMädchen 5) ist. 2. Unter den Thieren lassen das Weib und die Stuteam meisten während der Schwangerschaft die Begattung zu''), die üb-rigen dagegen meiden, wenn sie trächtig sind, die Männchen, wenn sienicht etwa zur Ueberfruchtung neigen, wie der Hase?). Indeß die Stutewird, wenn sic einmal trächtig ist, nicht weiter überfruchtet ^), sondernwirft in der Regel nur ein Junges; beim Menschen dagegen fand dieszwar selten, aber doch zuweilen Statt. Die eine lange Zeit später em-pfangene Frucht nun gelangt nicht zur Reife, sondern erregt Beschwer-den und zerstört zugleich die vorempfangenc Frucht mit; es ist nämlichschon vorgckommen, daß bei einem eingetretencn Mißfalle sogar zwölfnachcmpfangcne Früchte zum Vorschein kamen ^). Fand indeß die Em-
1) Ueber den Inhalt dieses Kapitels ist insbesondere zu vergleichen äo gon.LN. IV, 4; Ulin. bist. not. VN, 9—11.
2) Das fruchtbare Aegypten mußte sich auch in dieser Beziehung durch seineFruchtbarkeit auSzeichnen; ck. Ulin. bist. not. VN, 3.
-) Im Bisherigen war noch nirgends davon die Rede.
Man hat sogar SechSlings beobachtet. Osiander erzählt, baß eine FrauDöpfer in Ohlau (Schlesien) 44 Kinder, darunter einmal SechSIinge gebar.
b) Ist unwahr; Arist. hat hier wohl Einzelfälle zu allgemeinen Regeln er-hoben, da sie zu seiner Theorie passen.
6) 65. bist. LN. VI, 17, 4; äo gen. LN. IV, 5, woselbst auch die vermeint-liche Ursache angegeben wird.
?) 6k. bist. LN. VI, 28, 3 und Anm. 25 dazu; äo xon. LN. IV, 5.
2) 6k. äo gon. an. IV, 5, woselbst auch die Ursache davon angegeben wirb-
2) Wird eine Hydatidenmols gewesen sein.