Druckschrift 
7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
97
Einzelbild herunterladen
 

97

den verflüssigten Samen ans '6). 4. Unter allen Thiercn haben, wieauch bereits früher bemerkt wurde ^'), von den Weibchen die Weiberdie stärkste Reinigung. Bei den nicht lebendig Gebärenden nämlich zeigtsich nichts derartiges, weil diese Ausscheidung für den Körper verwendetwird >8); einige sind nämlich größer als die Männchen ; ferner wirdsie bei einigen auch zu Schilden, bei andern zu Schuppen, bei noch an-dern zur Masse der Federn vcrwcrthct ^"), bei den lebendig gebärendenSchreitenden zu den Haaren und dem Körper (nackt nämlich ist alleinder Mensch) und zum Harne; die meisten von ihnen geben nämlich dieseAusscheidung dick und reichlich von sich. Bei den Frauen dagegen wirdstatt auf diese, die ganze Ausscheidung auf die Reinigung verwendet.5. In gleicher Weise verhält sich dies auch bei den Männchen. DerMensch gibt nämlich den andern Thiercn gegenüber im Verhältnis; zuseiner Größe den meisten Samen von sich -') (daher ist auch der Menschunter den Thiercn am nacktesten), und unter ihnen die von feuchtererBeschaffenheit und die nicht sehr fleischigen mehr, und die Hellern mehrals die dunkeln"). Und bei den Weibern verhält es sich gerade so;denn bei den wohlgenährten geht der Ucberschuß der Ausscheidung indie Ernährung des Körpers ein; auch im Genüsse der Liebe vergießendie von Natur Hellern mehr, als die dunkeln"); es bewirkt aber

rov vo dies wird wohl nicht anders,

ols mit Scaliger zu verstehe» sein: der verfliissigtere Same; denn daß von einemflüssigeren Theile deS Samens Rede sei, ist ganz unverständlich, da nirgends soetwas vorkommt.

6t. bist, au» IN, 14, 4; VI, 17, 9; So xon. an. I, 20. Bei denThieren sind die Erscheinungen der Brunst gemeint; nur beim menschlichen Weibeist so viel Stoff vorhanden, daß er auch nach außen hervortritt.

lb) Arist. meint, die Natur könne den Stoff nicht nach zwei Richtungen ver-wenden, ok. So gon. an. IV, 9, darum meint er, seien auch bei den lebendig-gebärenden die Weibchen kleiner, ot. bist. an. IV, II, L; So xon. an. I, 19.

>2) Eben in Folge der Verwendung der.Ikatamcnialstoffc znr Körperfülle, ok.Inst. an. IV, 11, 5, wo insbesondere die Eier- und Wurmleger, Schlangen,Phalangen, Askaloboten und Frösche genannt werde».

2") 6k. So xart. IN, 9; Theile d. Th. S. 98.

21) 6k. bist. an. III, 17, I; Naturg. d. Th. I, S. 135; So gon. an. I,19 und 2V.

22) Sind Phantasieen.

2') 6k. So gon. an. I, 20; hier ist die Rede von einerAristoteles, Rat. d. Thiere. III. - 7