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man ihnen andere zuführt, und sic werden gebändigt, indem man denzugesührtcn befiehlt, sic zu schlagen. 4. Diejenigen, welche die Paa-rung oftmals und nicht blos zu einer Jahreszeit vollziehen, z. B. diein Gesellschaft des Menschen lebenden Schweine und Hunde, treibenoffenbar weniger dergleichen, wegen des ungestörten Zusammenlebens.Von den Weibchen sind am meisten zur Paarung geneigt die Stute,sodann dieKuh. Die weiblichen Pferde werden daun roßtollb), weßhalbman auch die Bezeichnung derselben als Schimpfwort von diesem einenThicre auf diejenigen übertragen hat, welche bezüglich des Gcschlcchts-triebs ausschweifend sind H. Man sagt auch, daß sie um diese Zeitaufgeregt werden b), (weßhalb man in Kreta die Beschäler von denWeibchen nicht fortnimmt)"); sobald sie dieses Leiden befällt, so laufensie von den andern Pferden weg. Es ist aber derselbe Zustand, wel-cher bei den Schweinen Ebcrtollscin heißt'"); sic laufen aber wedernach Morgen noch nach Abend, sondern nach Norden oder Süden")5) Sobald das Uebcl sie befällt, lassen sie Niemand nahe kommen,bis sie entweder durch die Anstrengung ermatten oder an das Meergelangen; sodann geben sie etwas von sich"), mau nennt auch dies,wie bei den Neugeborenen "), Hippomanes. Es ist aber wie der Eber-
6) §71710^6^0— rossig werden; ist hier nicht als ein krankhafterZustand, wie er wohl bei übermäßiger Erregung des Geschlechtstriebes eintritt,sondern als normale Aeußerung des Geschlcchtstriebes zu verstehen.
Geile Weiber hießen nämlich LTkTrot, ok. ^sl. List. au. IV, 11.
**) — kann sich wohl nur auf den sogenannten Mutterkoller
beziehen, einen consensuellen, von der Geschlechtssphäre ausgehenden Zustand vonHirnreizung, der besonders auftritt, wenn ihnen die Gelegenheit fehlt, den Geschlechts-trieb zu befriedigen; ek. 6o1am. r. r. VI, 27.
d) Damit sie Gelegenheit hätten, ihren Geschlechtstrieb zu befriedigen.
*0) — wiederum nicht als krankhafter Zustand, sondern als
normale Geschlechtsrcizung aufzufassen.
") Was natürlich Fabel ist, doch auch von Virgil und Colum. r. r. VI, 27als Thatsache berichtet wird.
12) Unzweifelhaft ein Ausfluß von Genitalschleim, der sich bei großem Geschlechts-drange einstellt.
1'') /7i7loucrr/L5 — vgl. weiter unten VI, 22. 6 und VIII, 24. 5;
List. au. 111, 17; besonders UV, 17; kliu. List. uat. VIII, 66; Luti§. 6arxst. 2 4.Dies sollte ein dem Munde, der Stirn, der Hüfte, oder den Genitalien des neu-geborenen Fohlens aufsitzendes Gewächs sein, das im Aberglauben der Alten einenicht unbedeutende Rolle spielte. Man hält es für einen Absatz aus dem Schaf-